From inke@snafu.de Thu Jan 3 12:57:16 2002 From: inke@snafu.de (Inke Arns) Date: Thu, 03 Jan 2002 13:57:16 +0100 Subject: [campaigns] testmail, bitte loeschen Message-ID: <3.0.3.32.20020103135716.00928500@pop.snafu.de> hi aleks, jetzt endlich die testmail, und gleich gehts richtig los ;))) frohes neues, gruss, inke - http://home.snafu.de/inke - http://www.v2.nl/~arns/ From inke@snafu.de Thu Jan 3 13:12:27 2002 From: inke@snafu.de (Inke Arns) Date: Thu, 03 Jan 2002 14:12:27 +0100 Subject: [campaigns] testmail, bitte loeschen In-Reply-To: <3.0.3.32.20020103135716.00928500@pop.snafu.de> Message-ID: <3.0.3.32.20020103141227.00911300@pop.snafu.de> So, von meiner Seite ist alles fertig, wenn Du willst, kannst Du Dich als admin loeschen ;)) Gruss, Inke - http://home.snafu.de/inke - http://www.v2.nl/~arns/ From vgrass@rz.hu-berlin.de Sun Jan 6 18:42:34 2002 From: vgrass@rz.hu-berlin.de (Volker Grassmuck) Date: Sun, 6 Jan 2002 19:42:34 +0100 Subject: [campaigns] zwei kampagnen-texte Message-ID: <3C38A8AB.7351.119BB8C@localhost> Hallo in die Runde und ein kampagnentr=E4chtiges und auch sonst fr=F6hlic= hes neues=20 Jahr!=20 Ein kurzer Bericht =FCber den CCC-Workshop, aus dem diese Liste hervorgin= g: Stefan Krempl, Der lange Weg zur europ=E4ischen Cyber-Rights-Union. Hacke= r und=20 NGOs machen mobil gegen Big Brother und Netz-Zensur, Telepolis, 01.01.200= 2,=20 http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/11471/1.html Ein l=E4ngerer Bericht =FCber das Hearing der Bibliotheken zur Umsetzung = der EU- Urheberrechtsrichtlinie am 27.11.01: Volker Grassmuck, Das Urheberrecht vom Kopf auf die F=FC=DFe stellen. Hea= ring zur=20 Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtline,=20 http://waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck/Texts/copyright-hearing.ht= ml Meine Idee w=E4re, die Kampagne nicht (nur) _gegen_ die Versch=E4rfungen = durch die EU- Richtlinie zu richten, sondern _f=FCr_ eine Wissensordnung, in der wir le= ben wollen.=20 In K=FCrze mehr. Volker ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| http://wizards-of-os.org http://waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| From inke@snafu.de Mon Jan 7 13:25:17 2002 From: inke@snafu.de (Inke Arns) Date: Mon, 07 Jan 2002 14:25:17 +0100 Subject: [campaigns] Krempl: Der lange Weg ... Message-ID: <3.0.3.32.20020107142517.008f6c70@pop.snafu.de> [danke, volker, fuer den hinweis, ich sollte oefters mal in telepolis reinschauen ;) - gruss, inke] ----------------------------------------- Der lange Weg zur europ=E4ischen Cyber-Rights-Union Stefan Krempl 01.01.2002=20 Hacker und NGOs machen mobil gegen Big Brother und Netz-Zensur=20 Telepolis Das am Samstag zu Ende gegangene Hackertreffen, zu dem der Chaos Computer Club (CCC) nach Berlin geladen hatte, war =FCberschattet von der Verabschiedung einer ganzen Reihe neuer Gesetze im Rahmen der Anti-Terrorismus- und Cybercrime-Bek=E4mpfung (Hacking is Not a Crime). Mit Sorge beobachten die sich f=FCr die Informationsfreiheit einsetzenden Technik-Freaks zudem die D=FCsseldorfer Bestrebungen zur Internet-Zensur (Di= e Frohe Botschaft des Herrn B=FCssow) und harren angespannt der Dinge, die mit der Umsetzung der neuen Urheberrechtsrichtlinie der EU auf die Napster-verw=F6hnten Verbraucher zukommen.=20 Eines der Hauptanliegen der Veranstalter des 18. Chaos Communication Congresses war es daher, neue Allianzen f=FCr die Rechte der Netzb=FCrger zu schmieden. Ein besseres "Campaigning" streben die Hacker und gleich gesinnte Non Governmental Organizations (NGOs) daher an - Werbe- und Medienkampagnen, mit denen endlich die breite =D6ffentlichkeit mobilisiert und =FCber die Folgen der beschlossenen oder anstehenden Gesetzeswerke und Kontrollma=DFnahmen aufgekl=E4rt werden soll.=20 Der ganze dritte Congresstag stand daher ganz im Zeichen des Brainstormings europ=E4ischer Netzaktivisten. Dem CCC schwebt demnach in Kooperation mit de= r britischen B=FCrgerrechtsorganisation Statewatch, Vertretern der Global Internet Liberty Campaign (GILC) und anderen Datenschutzvereinigungen der Aufbau einer "Cyber-Rights-Union" zum Schutz der Privatsph=E4re vor. Mittelfristiges Ziel ist es, ein B=FCro in Br=FCssel f=FCr das Lobbying auf = der EU-Ebene aufzubauen. Die Pl=E4ne sind allerdings noch ganz im= Anfangsstadium.=20 Hacktivismus f=FCr die Wissensfreiheit=20 Tastende Versuche in Richtung besserer =D6ffentlichkeitsarbeit kennzeichnete= n auch den Kampagnen-Workshop "Offene Kulturen und Freies Wissen", mit dem der schon tot geglaubte Berliner Vernetzungsverein mikro sein Comeback ank=FCndigte. "Wir wollen die =C4nderungen bei den Urheberrechtsgesetzen auf l=E4ngere Zeit hin verfolgen", erkl=E4rte die Netzaktivistin Inke Arns. Momentan sei zu bef=FCrchten, dass auf politischem Wege Freiheiten, die das Urheberrecht in den analogen Medien noch gew=E4hrt, ausgeschaltet werden sollen. Dabei gehe es haupts=E4chlich um die Durchsetzung von Verwerterrechten der Medien- oder der Softwareindustrie, nicht um die Interessen der eigentlichen Urheber.=20 Um die Menschheit =FCber das moderne Raubrittertum der Konzerne an der Wissensallmende und technische G=E4ngelungen der Nutzer durch Digital Rights Management (DRM) aufzukl=E4ren, hat mikro sich an einer Reihe =F6ffentlichkeitswirksamer Kampagnen anderer NGOs inspirieren lassen (Digitale Rechte und ihre Manager. Vorbilder sehen die Berliner etwa in den Schockmarketing-Praktiken der aus Wien stammenden Manager der Agentur ubermorgen (Schock-Marketing), die im vergangenen Jahr in den USA einen gro=DFen Mediencoup mit der Wahlstimmen gegen Geld tauschenden Plattform Voteauction.com landen konnten.=20 Aber auch mit Preisverleihungen im Stile des Big Brother Awards), der von der Deportation Class am Beispiel Lufthansa/Condor abgeschauten Imageverschmutzung von Firmen (Staatsschutz wittert Terror im Netz oder gezielten (Des-) Informationskampagnen a la Superweed lieb=E4ugeln die Verfechter des freien Wissensaustauschs. "Es geht darum, Medienviren zu verbreiten", sagt Inke Arns. Erg=E4nzt werden soll die Palette der Aufmerksamkeitserregungsmittel durch klassische Methoden des Hacktivismus (Widerstand aus dem Cyberspace). Vorbilder sind die Gruppen RTMark und Yes Man, die f=FCr Webseitenimitationen wie Gatt.org verantwortlich zeichnen (Gatt.org bleibt vorerst im Netz).=20 Sie haben Post=20 Die genaue Vorgehensweise soll nun =FCber die obligatorische Mailingliste diskutiert werden, deren Adresse mikro auf seiner Site ver=F6ffentlichen will. So gut wie "verabschiedet" wurde dagegen bereits die Idee eines Schweizer Hackers, die eine Konzernkampagne subversiv umdeutet: Microsoft hatte k=FCrzlich Briefe an Gesch=E4ftskunden verschickt und sie darin der Verwendung von nicht lizenzierten Kopien bezichtigt. In =E4hnlich schockierendem Stil k=F6nnte man auch ausgew=E4hlte Nutzer anschreiben, so d= er Vorschlag, sie auf die Verwendung raubkopierter Software, Videos und Songs hinweisen und so f=FCr das Thema sensibilisieren. Schlie=DFlich plane die Industrie nichts anderes, als fast alle g=E4ngigen Nutzerpraktiken zu kriminalisieren.=20 Ein dritter, von s=FCddeutschen CCC-Mitgliedern ins Leben gerufener Arbeitskreis will sich f=FCr die Rezipientenfreiheit im Internet und gegen die Kampagne des D=FCsseldorfer Regierungspr=E4sidenten J=FCrgen B=FCssow zu= r Sperrung amerikanischer Websites stark machen. Als virtuelle Planungsplattform soll die Homepage des Zensurgegners Volker Birk dienen. Einige konkrete, die Fertigkeiten der Hacker gezielt einsetzenden Ideen wurden w=E4hrend des Workshops auch hier bereits entworfen.=20 Achtung, Umleitung=20 So k=F6nnte es durchaus passieren, dass Besucher der virtuellen Filiale der D=FCsseldorfer Bezirksregierung demn=E4chst ganz unvermutet auf der von B=FC= ssow auf den Index gesetzten Site www.rotten.com landen k=F6nnten. Au=DFerdem so= ll die von einzelnen Providern in Nordrhein-Westfalen bereits implementierte, aber leicht umgehbare DNS-Sperre durch ein automatisches Plug-in ausgehebelt werden. Ein solches Programm wollen die Hacker notfalls =FCber eine Erweiterung f=FCr das Mailprogramm Outlook automatisiert und Virus-arti= g im Netz verbreiten.=20 Der Anti-Zensur-Workshop zeigte allerdings gleichzeitig, dass die Freiheitsk=E4mpfer dringend juristischen Beistand ben=F6tigen. So hatten die meisten Teilnehmer =FCber die rechtlichen Grundlagen der von B=FCssow ins Sp= iel gebrachten Sperren keinen blassen Schimmer. F=FCr den Aufbau einer =FCber Hacker-Tricks hinausgehenden Argumentationsbasis sind demnach noch einige juristischen Grundsatzrecherchen im Bereich Medien- und Internetrecht n=F6ti= g.=20 - http://home.snafu.de/inke - http://www.v2.nl/~arns/ From inke@snafu.de Tue Jan 8 22:19:33 2002 From: inke@snafu.de (Inke Arns) Date: Tue, 08 Jan 2002 23:19:33 +0100 Subject: [campaigns] produkte aus dem hause rolux Message-ID: <3.0.3.32.20020108231933.0093b810@pop.snafu.de> Hallo, hier ein Artikel von Vali Djordjevic ueber rolux.org, eins der - wie ich finde - derzeit interessantesten Netzprojekte. Inhaltlich und formal sehr inspirierend, auch fuer etwaige Kampagnenformate. Sebastian war auch beim Campaigning Workshop & wird hoffentlich auch bald auf diesem Kanal zu uns stossen. Gruss, Inke ---------------------------------------------------------------------- N=FCtzliche Tools f=FCr den Netzintellektuellen Vali Djordjevic 23.07.2001 Minordomo und textz.com aus dem Hause ROLUX Das Berliner Internet-Projekt ROLUX [0] verfolgt in den drei Jahren seines Bestehens die Entwicklungen in den Neuen Medien von Websites und Texten bis zu Veranstaltungen. Zwischen Netzdiskurs und Offline-Welt angesiedelt bietet ROLUX alternative Lebens- und Denkweisen, die den Mehrheitsdiskurs von Verwertbarkeit und Profitstreben um eine gemeinschaftliche, linke Gesellschaftskritik [1] erg=E4nzen. In diesem Jahr starteten gleich zwei Projekte, die einen Kommentar zu virtuellen Gemeinschaften, geistigem Eigentum und Netz abgeben, aber gleichzeitig auch ganz praktischen Zwecken dienen. Die Netzkritik sollte Websites machen, statt zu kritisieren. Oder aber Netzkritik wie Websites machen. Sebastian L=FCtgert: Einfuehrung in eine wahre Geschichte des Internet [2] Es ist es wichtig, dass sich Projekte in einem Kontext befindet und dass dieser Kontext auch thematisiert wird, sagt Sebastian L=FCtgert, der Betreiber von ROLUX. ROLUX geh=F6rt zu den unabh=E4ngigen kleinen Netzprojekten, die sich im Berlin der 90er Jahre mit seinen leerstehenden Geb=E4uden und verlassenen Gel=E4nden im Umfeld von Clubs und Bars, Kunst un= d elektronischer Musik gebildet haben. Dazu geh=F6rt unter anderem auch mikro [3] e.V., das Bootlab [4], wo sich auch L=FCtgerts Arbeitsplatz befindet, Veranstaltungen wie last tuesday, der inzwischen geschlossene Club DaimlerChrysler, aber auch das virtuelle Umfeld der Mailinglisten wie nettime [5] und rohrpost [6]. Die ROLUX-Website nimmt das Netzwerkprinzip als Strukturprinzip. Auf der ROLUX-Homepage sind unterschiedlichste Projekte gleichberechtigt nebeneinander angeordnet - Partner gegen Berlin, Real, allemagne ta gueule ca suffit, Auseinander, a.s. ambulanzen, Rolux, luxor, urlxo, kleine Scherze wie "this is not a link" oder "this is not an icon" stehen Seite an Seite und bilden ein Netzwerk des Gleichen. Hierarchien gibt es nicht, der Besucher wei=DF nicht, ob hinter einem Projektnamen nur ein kleiner Kommenta= r zu der Konsolidierungsdebatte in der Netzkunst steckt ("classics of net.art") oder eine ganze Site wie zum Beispiel das Textwarezprojekt [7]. Der Vorteil am Programmieren ist, dass das, was man geschrieben hat, sofort Auswirkungen hat. Beim Texte schreiben passiert oft gar nichts. Man sitzt stunden- manchmal tagelang vorm Rechner und =FCberlegt sich was und versucht= , es m=F6glichst passend zu formulieren. Dann ver=F6ffentlicht man auf einer Mailingliste oder in einem Magazin und erh=E4lt keine Reaktion. Beim Programmieren hingegen wird der geschriebene Code ausgef=FChrt und man sieht sofort, ob das Programm so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat oder nicht. Die oft =FCbliche Arbeitsteilung zwischen Programmierern auf der einen und denen, die den Inhalt der Webseiten machen (um hier nicht das bl=F6de Wort "content provider" schreiben zu m=FCssen), ist in vieler Hinsic= ht unbefriedigend. Sie schafft Differenzen und verhindert Kommunikation, die der Weiterf=FChrung des Projektes "Netzkritik" nicht dienlich ist. Daher bewegt sich L=FCtgert auch zwischen diesen beiden T=E4tigkeiten, die sich gegenseitig befruchten und andere Zusammenh=E4nge erschlie=DFen, als die Beschr=E4nkung auf ein Feld es m=F6glich machen w=FCrde. So verkoppeln die Projekte von ROLUX immer diese Bereiche zu neuen Ausdrucksformen.=20 =20 minordomo Mailinglisten sind vielleicht das wichtigste Werkzeug bei der Vernetzung von alternativen =D6ffentlichkeiten. nettime [8], rhizome [9], syndicate [10], um nur einige zu nennen, spielen eine nicht mehr wegzudenkende Rolle in der kulturellen Netzlandschaft. Die Rolux-Mailingliste bezeichnet sich als Liste "for the advancement of minor criticism". Dabei ist nicht gemeint, dass es um geringf=FCgige Kritik geht, sondern um Kritik, die sich selbst in der Minderheit befindet. "rolux.org selbst ist entsprechend ein netzwerk zur befoerderung von "critical minorities", also kritischer minderheiten. kritisch hat dabei immer auch eine bedeutung wie in 'kritischer zustand'", meint L=FCtgert. So hei=DFt das Programm, das die Rolux-Liste verwaltet, in Abwandlung auf da= s h=E4ufig verwendete Programm "Majordomo", nat=FCrlich "Minordomo". Das ist a= uch der Name des neuen Dienstes, den rolux vor zwei Wochen auf den einschl=E4gigen Mailinglisten ank=FCndigte. Minordomo [11] ist nicht nur ei= n Programm f=FCr die Verwaltung von Mailinglisten, das man auf seinem Server installieren kann, so man denn einen hat, sondern bietet die M=F6glichkeit =FCber ein Webinterface selbst Listen einzurichten. Damit stellt es eine Alternative zu kommerziellen Anbietern wie eGroups dar. Nicht nur dass Minordomo viel besser aussieht, es ist auch freie Software, die von den Usern gemeinschaftlich weiterentwickelt werden soll. Das Programm selbst ist komplett in php 4 geschrieben und ben=F6tigt keine zus=E4tzliche Softwar= e oder eine darunterliegende Datenbank, was die Installation sehr einfach macht. Bisher wird der Server bei einem kommerziellen Anbieter gehostet und von bootlab.org betrieben und bezahlt. Der Umzug auf einen befreundeten Host ist allerdings schon geplant. Wenn mehr Listen den Traffic in die H=F6h= e treiben, was an sich eine gute Sache w=E4re, wird man sich um zus=E4tzliche Finanzierung in Form von Sponsoring oder F=F6rdergeldern k=FCmmern. "we are the & in copy & paste" textz.com [12] ist eine Warez-Datenbank f=FCr Texte. Man findet Texte mit un= d ohne Copyright, fiktionale und theoretische Texte, Manifeste und Songlyrics. Da steht Theodor W. Adorno neben der autonomen Afrika-Gruppe, Douglas Adams neben Klaus Theweleit. Die Texte stammen aus verschiedenen Quellen. Sie werden entweder von den Autoren selbst eingereicht, als freie im Netz kursierende Texte von Mitwirkenden in die textz.com-Datenbank eingespeist oder von mit Scannern und Texterkennungssoftware best=FCckten Usern vom Analogen Medium Papier in digitale ASCII-Files umgewandelt. "1 month 4 weeks 1 day 16 hours 56 minutes 33 seconds of plain ascii available in 491 files" steht in der Ecke der Website und die Betrachterin fragt sich, wie das nur gemessen worden kann. Das ist nat=FCrlich eine Anspielung auf das Projekt Radio Internationale Stadt [13] und das Open Video Archive [14] von Thomax Kaulmann [15], das einen =F6ffentlich verf=FCgbaren Real Audio bzw. Real Video Server f=FCr unabh=E4ngige Projekte zur Verf=FCgu= ng stellt, allerdings nicht im Sinne von Warez wie bei textz.com, sondern als gemeinsam nutzbare Ressource f=FCr Projekte, die sich ansonsten keinen Streaming-Server leisten k=F6nnten. Die Auswahl der Texte bei textz.com [16] ist vom Projekt Gutenberg [17] so weit entfernt wie nur m=F6glich. Es geht hier nicht darum, Texte, auf die kein Copyright mehr besteht, verf=FCgbar zu machen und damit, gewollt oder ungewollt, einem bildungsb=FCrgerlichen Kanon Vorschub zu leisten. Es geht u= m Widerstand: "intellectual, digital and biological property -- cornerstones of the new regimes of control -- are the direct result of organized corporate piracy. they are not only replacing such obsolete notions as freedom, democracy, human rights and technological progress. all these new forms of ownership are, in the first place, attempts to expropriate people's work, data and bodies -- just as the they begin to acquire, for the first time in history, the technical means to organize them differently." a.s. ambulanzen: napster was only the beginning. an introduction to textz.com [18] [v0.5] Eine Gesellschaftskritik im Sinne von Sprechen/Schreiben =FCber Politik, Medientheorie oder Cultural Studies ist in der Zeit von globalen Werbekampagnen multinationaler Konzerne und weltweiter Vermarktung nicht mehr sinnvoll, da jeder Widerstand sofort vereinnahmt und in den Kreislauf der Werbebilder eingespeist wird. Eingreifsstellen erscheinen woanders, zum Beispiel in den Netzwerken der Filesharing-Gemeinschaften um Napster, Gnutella & Co. Obwohl die Musikindustrie Napster als ihr wichtigstes Feindbild HTTHTTH kleingekriegt hat [19], war es derjenige Dienst, der den Tausch copyrightgesch=FCtzten Materials ins Bewusstsein der =D6ffentlichkeit gebracht hat. Bei Texten zeigt sich das Konzept mit sehr viel weniger Virulenz. Bisher haben sich noch keine Anw=E4lte mit "Cease and Desist"-Briefen an L=FCtgert gewandt, der im Falle des Falles entscheiden wird, wie er darauf reagieren wird. =DCberhaupt ist textz.com [20] nur ein Archiv, in dem die in diversen Filesharing-Programmen kreisenden Textdateien, die gegen=FCber mp3 nur einen Bruchteil der Datenmengen ausmachen, gesammelt werden. Der textz.com-Newsticker hat seinen Weg von textz.com auch in alle anderen ROLUX-Projekte gemacht. Dabei werden die Titelzeilen verschiedener Newsdienste und Tageszeitungen, wie CNN, BBC, El Pais, New York Times, Tagesschau, Der Spiegel und einige andere, ausgelesen und per Laufschrift auf den unteren Rand des Bildschirms gebracht. Die Vereinnahmung der Informationen der herrschenden Informationsh=E4ndler durch ein Warezprojekt macht darauf aufmerksam, dass Information auch nur eine Ware ist und in dieser Funktion materiell wird und ihren Geldwert hat. Sp=E4testens wenn man die auf den Punkt des Infotainment gebrachten thema1.de-Schlagzeilen ansieht, sollte man die Konstruiertheit dessen, was uns von der Presse als objektive Nachricht verkauft wird, erkennen. Die =DCbernahme von Logos und Textbausteinen der "Mehrheitskultur" und ihre neue Zusammensetzung f=FCgt dabei einen Kommentar ein, der den Anspruch "Websites wie Netzkritik zu machen" vollstens erf=FCllt. Die Websites von ROLUX sind immer auch eine Kritik der herrschenden Verh=E4ltnisse im Netz. Dazu aber bieten sie eine durchaus praktischen Mehrwert. Links [0] http://www.rolux.org [1] http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/on/3369/1.html [2] http://rolux.org/intro/main.html [3] http://www.mikro.org [4] http://bootlab.org [5] http://www.nettime.org [6] http://www.mikro.org/rohrpost [7] http://textz.com [8] http://www.nettime.org [9] http://www.rhizome.org [10] http://colossus.v2.nl/syndicate/ [11] http://minordomo.org [12] http://textz.com [13] http://orang.orang.org [14] http://ova.zkm.de [15] http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/sa/3590/1.html [16] http://textz.com [17] http://gutenberg.aol.de [18] http://www.nettime.org/rohrpost.w3archive/200103/msg00086.html [19] http://www.wired.com/news/business/0,1367,45364,00.html [20] http://textz.com Artikel-URL: http://www.telepolis.de/deutsch/inhalt/on/9142/1.html ---------------------------------------------------------------------- Copyright =A9 1996-2001 All Rights Reserved. Alle Rechte vorbehalten Verlag Heinz Heise, Hannover =20 - http://home.snafu.de/inke - http://www.v2.nl/~arns/ From inke@snafu.de Wed Jan 9 00:32:08 2002 From: inke@snafu.de (Inke Arns) Date: Wed, 09 Jan 2002 01:32:08 +0100 Subject: [campaigns] Anna Kournikova Deleted by Memeright Trusted System Message-ID: <3.0.3.32.20020109013208.009beb00@pop.snafu.de> [Viel Spass beim Lesen, -- Bruce Sterling schickt diese Meldungen von futurefeedfoward.com oefters auf Nettime -- Gruss -i] http://www.futurefeedforward.com/ December 6, 2067 Anna Kournikova Deleted by Memeright Trusted System JAKARTA--Local officials today confirmed that celebrity guru Anna Kournikova died on Wednesday from injuries sustained when a satellite designed to protect intellectual property rights attempted to 'delete' her. "Ms. Kournikova was apparently struck by a powerful, focused beam of microwaves, and died almost instantly," noted Detective J. Sini of the Jakarta Police. "Our current understanding is that this beam issued from one of the MEMEye satellites and that it was an unfortunate accident. We offer our sympathy to her families and followers." The MEMEye system, activated only last year by international media industry group MPRIAA, is a network of Low Earth Orbit satellites designed to "police traffic in non-digital goods which infringe the memerights of our member artists, producers, and rights owners." The individual satellites, in conjunction with MPRIAA computers, monitor all public activity within their field of view, searching for 'knock-off' products. When the system locates a potentially infringing object, it attempts to query a special chip embedded in protected products. If it receives an inadequate response, the satellite uses a "surgically focused beam" to "delete" the infringing object. MPRIAA spokesman Ray Insult explains: "Knock-off and pirated products cost designers and artists billions in lost revenues each year. MEMEye protects artists from having their work stolen. Sure, I could still buy a knock-off Mickey, but, as soon as I take it out in public, thhhhht, it's gone. That re-balances the market, giving legitimately licensed products a clear value edge over knock-offs." Kournikova, a member of MPRIAA, had registered to use the system to protect rights in her likeness, including its use in action figures, stuffed dolls, and animatronic facsimiles. "We've had quite a problem with people selling dolls and figurines that look like Anna without paying the licensing fee," notes Kournikova's agent Mercedes Tick. "[MPRIAA] assured us MEMEye was safe." "In the case of the protection of likeness rights, we take special measures to ensure the safety of our members, but we rely on their cooperation," explains MPRIAA Head of Engineering Eric Themo. "Each member with likeness protection is injected with a subcutaneous chip that informs MEMEye that they are not an infringing likeness. The chip, in effect, gives them a license to use their own likeness, but, when we configure the chip, we depend on the member to give us information about what sort of license they need. I suspect that Ms. Kournikova's license was not configured to permit her use of her likeness in the Asia/Pacific Zone. It would have been a simple matter for us to reconfigure her license for that Zone, if she'd only told us of her travel plans." Critics of MPRIAA and MEMEye have been quick to point to Kournikova's death as a symptom of the excessive protections rights-holders enjoy under current laws. "Memeright law is so restrictive now that it permits rights-holders, with the help of a private industry group, to punish themselves for violating their own rights," opines Open Meme Initiative founder Phil Pour. "If that doesn't tell you how much lockjaw the law has imposed on the public domain, I don't know what would." "We are aware of the criticisms," responds MPRIAA's Insult, "and in designing MEMEye we made a conscious choice to continue to permit use of infringing goods in exclusively private spaces. If a kid draws a picture of Mickey at home, and the folks put it up on the fridge, MEMEye won't do anything about that. It doesn't look into your home. It doesn't look through the roofs of buildings. By limiting MEMEye in this way, we protect the legitimate private-use rights of meme users everywhere." - http://home.snafu.de/inke - http://www.v2.nl/~arns/ From boos@trash.net Sat Jan 12 01:23:08 2002 From: boos@trash.net (Daniel Boos) Date: 12 Jan 2002 02:23:08 +0100 Subject: [campaigns] Eckpfeiler des Copyrights nach einem Juristen Message-ID: <1010798588.1625.10.camel@marvin> hallo, letzte Woche besuchte ich an der Universitaet Zuerich eine Antrittsvorlesung des Professor fuer Recht Reto M.Hiltys.=20 Das Thema war: "Rechtlicher Schutz technischer Sperren: Ende des freien Informationsflusses im Internet?" Mit den technischen Sperren meinte er z.B. die Regionalcodes bei DVD, DRM (Digital Right Managment) etc. Ich moechte hier nicht auf den Inhalt des sehr interessanten Vortrages eingehen, sondern euch seine 5 Eckpfeiler, welche er fuer die Zukunft in Sachen Urheberrecht als wichtig erachtet, vorstellen. Meiner Meinung nach koennten einige dieser Ideen durchaus in die Kampagne einfliessen. Er sagte (so habe ich es verstanden...): 1. Es ist legitim technische Sperren zu errichten. Sie zu knacken an sich aber auch. 2. Errichtet das Gesetz eine Eigentumsverordnung sind die Regeln zu respektieren - aber vor allem - vom Nachfrager das Urheberrecht und vom Anbieter dessen Schranken. /* Kommentar meinerseits Mit Schranken ist v.a. "Fair Use" gemeint oder andere Rechte welche den Nutzenden zugesprochen werden. Auch gemeint ist der Verlust der Urheberrechte =FCber die Zeit und dementsprechend der freie Zugriff auf solche nicht mehr schuetzenswerte Werke. Dies ist ja ein Punkt, wo die Copyrightindustrie deftig kritisiert werden kann: Mit technischen Sperren wird sehr gerne urheberrechtlich unrelevantes Material geschuetzt oder restriktiv blockiert. Die Nutzenden haetten das Recht auf die Nutzung dieses Materials. Dies wird nun aber dank einer technischen Sperre verhindert. Nutzende die sich nun trotzdem einen Zugriff auf diese Materials verschaffen werden nicht wegen einer Verletzung des Copyrights bestraft, denn dies ist nicht der Fall, sondern wegen dem Brechen der eigentlich illegalen Sperre. */ Konkret sollte das Recht nur sehr bedingt technische Sperren schuetzen. 3. Technische Sperren sind Teil der Marktordnung im Internet. Ihr Schutz muss sich nach dem Marktrecht richten. Wenn schon wegen dem WCT von 1996 der WIPO[3] so etwas wie eine "Circumvention Protection" gemacht werden muss, dann=20 soll dies nach dem Bundesgesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb [2] und nicht in den Gesetzen zum geistigen Eigentum geregelt werden. Ist das vereinbar mit dem WCT: Ja denn, 1. WCT schreibt nicht vor wie der Schutz zu erreichen ist 2. Japan hat es auch so gel=F6st 3. USA und EU kennen kein UWG und konnten es deshalb nicht so l=F6sen /* Kommentar meinerseits: Ich finde dies eine Idee, die durchaus diskutiert werden koennte. Die Idee ist naemlich sehr interessant. Gemaess meinem Verstaendnisses und seinen Erl=E4uterungen muss beim UWG dem Kl=E4ger offensichtlich ein Wettbewerbsnachteil entstehen und er muss diesen auch aufzeigen ("Verboten ist eine Handlung die den Markt verzerrt"). deCSS z.B. faellt so weg. Drakonische Einschraenkungen sind auch nicht zulaessig, da diese den bestehenden Nutzungsrechten entgegen stehen. Gibt es so ein Gesetz und so eine Moeglichkeit auch in Deutschland?=20 */ 4. Technische Sperren zwingen Nachfrager in Vertr=E4ge. Der Interessenausgleich ist Aufgabe des Rechts. Vertr=E4ge werden oftmals =FCbe= r die AGB Gesetzgebung (Allgemeine Gesch=E4ftsbedingungen) gel=F6st (Friss oder Stirb-Regel) 5. Monopolistische Strukturen sind zu bek=E4mpfen -> mittels Kartellrecht (soweit anwendbar) -> mittels eines Anspruches auf Informationszugang Zudem soll ein Rechtsinstrumentarium f=FCr die Nachfragenden entstehen. Diese soll Nutzenden erm=F6glichen, sich schnell =FCber das Recht Zugang au= f berechtige Informationen verschaffen koennen.=20 /* Kommentar meinerseits Die Copyrightindustrie koennte so ueber gezwungen werden Inhalte nach gesetzlich im Urheberrecht festgelegten Bedingungen zur Verfuegung zu stellen und Hindernisse zu entfernen. Beispielsweise denke ich dabei an Kopiergeschuetzte CDs. Eine Kaeuferin hat naemlich das Recht diese in begrenzten Rahmen zu kopieren (Sicherheitskopie) und keine technische Sperre darf dies verhindern. */ Sein Schlussvotum fuer die Copyrightsindustrie war: bester Schutz =3D faire Bedingungen --- So dies nur so ein paar Punkte aus seinem Vortrag fuer eine allfaellige Diskussion. Einiges gibt sicher zu diskutieren. Gewisse Punkte sind mir zu "Juristisch" und andere sind stark auf einer "Freien Markt Idee" basierend. Es stellt sich auch die Frage inwiefern dies f=FCr die Kampagne gebraucht werden kann oder eher eine Hintergrundinfo ist. Mich wuerde aber eure Gedanken dazu interessiern... Gruss Daniel Boos [1] http://www.recht.ethz.ch/hilty.htm [2] Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb http://www.admin.ch/ch/d/sr/241/index.html=20 [3] http://www.wipo.int/treaties/ip/copyright/copyright.html From vgrass@rz.hu-berlin.de Sat Jan 19 16:35:25 2002 From: vgrass@rz.hu-berlin.de (Volker Grassmuck) Date: Sat, 19 Jan 2002 17:35:25 +0100 Subject: [campaigns] UrhR-Kampagne, Treffen Mi 23.1., 20:00 Message-ID: <3C49AE5D.13807.3E3DB4@localhost> Liebe Kampagnisten und Kampagnistinnen, lasst uns in der Urheberrechts-Kampagne, die Inke mit dem Workshop auf de= m Chaos=20 Congress gestartet hat, jetzt mal N=E4gel mit K=F6pfen machen. K=F6pfe gi= ps ja schon=20 einige. Jetzt brauchts noch ein paar zielf=FChrende W=E4nde, an denen wir= h=E4mmern=20 k=F6nnen. In der Hoffnung das es sich bei dem Thema nicht auch um einen P= udding=20 handelt ;)=20 Dazu m=F6chte ich ein Treffen am Mittwoch, den 23.1. um 20:00 vorschlagen= . Gesucht=20 wird mal wieder ein diskussionszutr=E4glicher Raum. Ideen jemand? Ort wir= d dann noch=20 bekanngegeben. =DCbrigens, gibt es von dem Congress-Workshop eine Art Protokoll oder ein= e=20 Zusammenfassung der wichtigsten Ideen und Vorschl=E4ge? W=E4r sehr hilfre= ich. Gru=DF Volker ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| http://wizards-of-os.org http://waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| From vgrass@rz.hu-berlin.de Tue Jan 22 15:09:17 2002 From: vgrass@rz.hu-berlin.de (Volker Grassmuck) Date: Tue, 22 Jan 2002 16:09:17 +0100 Subject: [campaigns] Campaigns-Treffen morgen: Ort Message-ID: <3C4D8EAD.2333.7BFEC1@localhost> Hallo,=20 die Raumsituation bleibt schwierig. Schlage vor, wir treffen uns im raum 3 -- ziegelstrasse 20 -- 10119 berlin -- http://bootlab.org/raum3/ morgen, 23.1., 20:00 Falls die Bierausd=FCnstungen der Party dort gestern unertr=E4glich sein = sollten und wir=20 nicht zu viele sind, k=F6nnen wir auf die umliegende Gastro zur=FCckfalle= n, aber la=DFt uns=20 erstmal dort treffen. Zur inhaltlichen Anregung: zwei Aktionsfelder stehen ins Haus: DIGITAL RIGHTS MANAGEMENT 2002. Strategies for Technological, Legal and=20 Political Solutions Regarding Digital Goods - Focusing on the European Co= pyright=20 Directive, January 29-30, 2002, Berlin=0F u.a. mit Keynote von Joerg Reinbothe, dem Autor der EU-RL http://digital-rights-management.de=0F und die Transmediale im Haus der Kulturen, auf der wir wahrscheinlich am = Samstag,=20 9.2. ein Fenster bekommen werden.=20 http://www.transmediale.de Und noch ein bi=DFchen hin: am 1.3. wird es eine Tagung der B=F6ll-Stiftu= ng zum neuen=20 UrhGesetz geben. Dazu und anderes mehr morgen beste Gr=FC=DFe Volker ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| http://wizards-of-os.org http://waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| From kasparhauserjr@hotmail.com Wed Jan 23 16:18:21 2002 From: kasparhauserjr@hotmail.com (thomas thaler) Date: Wed, 23 Jan 2002 16:18:21 Subject: [campaigns] informationsfrieden Message-ID: Noch schnell ein Link zu heute Abend. Meine Überlegungen gehen im Moment erst einmal in die Richtung einen sprachlichen Rahmen mit möglichst eingängigen und selbsterklärenden Begriffen zu schaffen, der dann für die Erzeugung von Problem-Bewußtsein verwendet werden kann. Etwa wie übersetzt man "public domain" sinnvoll ins Deutsche? Moechte in diesem Zusammenhang auf einen Vortrag auf dem 18C3 hienweisen: Napsterisierung und Venterisierung - Bausteine zu einer politischen Ökonomie des Wissens Rainer Kuhlen Ringvorlesung - 23.10.2001 www.ib.hu-berlin.de/~kuhlen/Vortraege01-Web/napsterisierung-ringvorlesung.pdf Ab Seite 30 wird dort der Begriff des "Informationsfriedens" im Zusammenhang mit den aktuellen Auseinandersetzungen zwischen Nutzern und Rechteindustrie verwendet. Ich finde den Ansatz zielführend, daß erst eine Rücknahme der derzeitigen Gesetze und Gesetzesvorhaben und das Einführen praktikabler, akzeptierter Lösungen zum "Informationsfrieden" führen können. lg thomas _________________________________________________________________ Chat with friends online, try MSN Messenger: http://messenger.msn.com From radio_24@chscene.ch Thu Jan 24 01:34:16 2002 From: radio_24@chscene.ch (Radio 24) Date: Thu, 24 Jan 2002 02:34:16 +0100 Subject: [campaigns] Re: Campaigns digest, Vol 1 #6 - 1 msg References: <20020112052602.41C9EC7D0@coredump.buug.de> Message-ID: <3C4F6498.8070507@chscene.ch> Hallo zusammen, leider mit Verzögerung, trotzdem möchte ich doch noch ein paar Kommentare zu dem Artikel von Daniel Boss los werden und ganz am Schluss euch meine Zusammenfassung und Sicht über den DeCSS-Fall nicht vorenthalten (vorallem auch deswegen, weil ich an dem Treffen in Berlin nicht teilnehmen kann - 10h Reisezeit sind mir einfach zu viel). > letzte Woche besuchte ich an der Universitaet Zuerich eine > Antrittsvorlesung des Professor fuer Recht Reto M.Hiltys.=20 > Das Thema war: > "Rechtlicher Schutz technischer Sperren: Ende des freien > Informationsflusses im Internet?" > Mit den technischen Sperren meinte er z.B. die Regionalcodes bei DVD, > DRM (Digital Right Managment) etc. Gibt es über diese Vorlesung auch Informationen im Internet? > 1. Es ist legitim technische Sperren zu errichten. Sie zu knacken an > sich aber auch. Von der "moralischen Einstellung" her ist dem sicherlich beizupflichten. Jedoch von der rechtlichen Seite ist dies in vielen Ländern verboten und nicht zu letzt die WIPO möchte den Verbot technische Sperren zu umgehen noch intensiver in den Ländern der Welt verankert wissen. Beispiele: Der Digital Millenium Copyright Act der USA verbietet ausdrücklich die Umgehung technischer Sperren (ausser eng definierten Ausnahmen). Es war der eigentliche Anklagepunkt gegen 2600 u.a. Zweimal wurde in diesem Prozess bis jetzt bestätigt, dass dieses Verbot stärker bewogen wurde als das Recht zu "Fair Use". Jon Johansen, einer der Mitwirkenden bei DeCSS wurde ebenfalls unter diesem Aspekt (Umgehung einer technischen Sperre) am 11.Januar 2002 in Norwegen angeklagt. In Deutschland hat Heise vor 1 oder 2 Jahren eine Studie in Auftrag gegeben, die Untersuchte, ob die Bereitstellung von DeCSS auf einer Website in Deutschland strafbar ist. Die Studie kam zum Schluss, dass es strafbar ist. (leider kann ich dazu keine Quellen nennen, da ich die Information auf Heise online nicht mehr finden konnte). Ob die Umgehung von technischen Sperren auch in der Schweiz illegal ist, weiss ich leider nicht. Womoeglich ist es in der Schweiz deshalb nicht so ein wichtiges Thema, weil hier Abmahnpraktiken ("die Kunst wie man Schmiergeld legalisiert") nicht erlaubt sind und wo sich Schadenersatzzahlung in den meisten Faellen noch in realitaetsnahen Bereichen bewegen. > 2. Errichtet das Gesetz eine Eigentumsverordnung sind die Regeln zu > respektieren - aber vor allem - vom Nachfrager das Urheberrecht und vom > Anbieter dessen Schranken. > > /* Kommentar meinerseits > Mit Schranken ist v.a. "Fair Use" gemeint oder andere Rechte welche den > Nutzenden zugesprochen werden. Auch gemeint ist der Verlust der > Urheberrechte =FCber die Zeit und dementsprechend der freie Zugriff auf > solche nicht mehr schuetzenswerte Werke. Dies ist ja ein Punkt, wo die > Copyrightindustrie deftig kritisiert werden kann: Mit technischen > Sperren wird sehr gerne urheberrechtlich unrelevantes Material > geschuetzt oder restriktiv blockiert. Die Nutzenden haetten das Recht > auf die Nutzung dieses Materials. Dies wird nun aber dank einer > technischen Sperre verhindert. Nutzende die sich nun trotzdem einen > Zugriff auf diese Materials verschaffen werden nicht wegen einer > Verletzung des Copyrights bestraft, denn dies ist nicht der Fall, > sondern wegen dem Brechen der eigentlich illegalen Sperre. > */ > > Konkret sollte das Recht nur sehr bedingt technische Sperren schuetzen. Wie gesagt, dies ist leider in einigen wichtigen Laendern schon heute nicht mehr der Fall. Aus meiner Sicht hat heute "Fair Use" folgende Handicaps: - "Fair Use" ist "Gummi" - jeder versteht darunter etwas anderes. Wer die Transcripte zu dem DeCSS-Prozess durchliest oder einfach auch nur ein Statement von Jack Valenti / MPAA gehoert hat, der weiss, dass es fuer die Filmindustrie (und ich denke das gilt auch fuer andere Bereiche) keinen "Fair Use" gibt. "Fair Use" = raubkopiert. Gesetzlich ist "Fair Use" in den Ländern verschieden geregelt. Ist es "Fair Use" wenn ich für mich die schoensten Lieder verschiedener CDs auf eine CD brenne? Ist es noch "Fair Use" wenn ich diese selbstgebrannt CD meinem Bruder gebe? Oder meinem Freund? Ist es noch "Fair Use" wenn ich dies online mit MP3s mache? - Die technischen Sperren verhindern "Fair Use". Wenn wir wieder auf Amerika schauen, so wird das Recht zu "Fair Use" zwar von der Judikative erkannt, jedoch wird das Verbot technische Sperren zu umgehen höher bewertet. Also: was nuetzt ein Recht, wenn man es nicht ausüben kann? Ich denke die USA zeigt deutlich wie die Zukunft von "Fair Use" aussieht. In Europa ist man noch nicht so weit und ich denke es ist ein wichtiger zentraler Punkt aufzuzeigen, dass man versucht mit technischen Sperren UND der Gesetzgebung das Recht zur "ehrlichen Benutzung" auszuhebeln. Ein System in dem jeder durch den Enzug der totalen Kontrolle durch die Industrie sich strafbar macht, ist für die Industrie wie ein Essel der Gold scheisst. (vorallem wenn man in manchen Ländern durch Abmahnungen recht einfach an das Geld herankommt) > 3. Technische Sperren sind Teil der Marktordnung im Internet. Ihr Schutz > muss sich nach dem Marktrecht richten. > > Wenn schon wegen dem WCT von 1996 der WIPO[3] so etwas wie eine > "Circumvention Protection" gemacht werden muss, dann=20 > soll dies nach dem Bundesgesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb [2] und > nicht in den Gesetzen zum geistigen Eigentum geregelt werden. > > Ist das vereinbar mit dem WCT: > Ja denn, > 1. WCT schreibt nicht vor wie der Schutz zu erreichen ist > 2. Japan hat es auch so gel=F6st > 3. USA und EU kennen kein UWG und konnten es deshalb nicht so l=F6sen > > > /* Kommentar meinerseits: > Ich finde dies eine Idee, die durchaus diskutiert werden koennte. Die > Idee ist naemlich sehr interessant. Gemaess meinem Verstaendnisses und > seinen Erl=E4uterungen muss beim UWG dem Kl=E4ger offensichtlich ein > Wettbewerbsnachteil entstehen und er muss diesen auch aufzeigen > ("Verboten ist eine Handlung die den Markt verzerrt"). deCSS z.B. faellt > so weg. Drakonische Einschraenkungen sind auch nicht zulaessig, da diese > den bestehenden Nutzungsrechten entgegen stehen. > Gibt es so ein Gesetz und so eine Moeglichkeit auch in Deutschland?=20 > */ In der Schweiz ist es durch die direkte Demokratie klar, wer die meisten Gesetze schlussendlich macht (man hat wenigstens die Moeglichkeit "falsche" Gesetze zu korrigieren). Ich denke in den anderen Ländern, die keine direkte Demokratie kennen (dafuer werden mich jetzt einige hassen ;-)), wird eine Mitgestaltung an den Gestzen nicht so einfach sein. Meine Meinung ist, dass die Industrielobby und die amerikanische Elite hier leider viel zu viel Manipuliermöglichkeiten hat. > 5. Monopolistische Strukturen sind zu bek=E4mpfen > -> mittels Kartellrecht (soweit anwendbar) > -> mittels eines Anspruches auf Informationszugang Das ist auch in der Gesetzgebung verankert und man ist trotzdem nicht erfolgreich (grad in diesem Punkt hat sich die Schweiz stark an der Nase zu nehmen). > Eine Kaeuferin hat naemlich das Recht diese in > begrenzten Rahmen zu kopieren (Sicherheitskopie) und keine technische > Sperre darf dies verhindern. Da drängt sich bei mir wieder die Frage auf: Hat denn eine Kaeuferin nicht auch das Recht zwecks Sicherheitskopie diese CD digital auf eine Festplatte auszulesen um bei Verlust der CD diese wieder brennen zu können? =========================================================================== Für die nächste Ausgabe von Pain (http://pain.planet-d.net) habe ich einen Artikel über den DeCSS-Fall geschrieben, der zur Zeit in einer "Beta"-Fassung auch unter http://www.chscene.ch/ccc/decss online steht. Diese Version wird irgendwann finalisiert und in http://www.chscene.ch/ccc ofiziell einfliessen. Ich bin offen für Kritiken, Berichtigungen, Vorschläge und Feedback. Ein anderer sehr interessanter Artikel (Roger Ebert, Dirk Freise und Ingo Tretkowski) ist "Trusted Devices" : http://www.chscene.ch/ccc/trusted_devices/ radio_24 From boos@trash.net Fri Jan 25 16:43:55 2002 From: boos@trash.net (Daniel Boos) Date: Fri, 25 Jan 2002 17:43:55 +0100 (MET) Subject: [campaigns] (no subject) In-Reply-To: <3C4F6498.8070507@chscene.ch> Message-ID: Hallo zaeme, im Netzstoff der NZZ (Neue Zuercher Zeitung) gab es einen Artikel mit dem Thema "CD-Brenner unterwandern permanent Rechte"(1) von Peter Vosseler von der IFPI Schweiz. Naja ein Text der sehr zu denken gibt. Auf Symlink einem deutschschweizer ./ Portal ist dementsprechend eine Diskussion lanciert worden. (2) Gruss Daniel Boos (1) http://www.nzz.ch/netzstoff/2002/2002.01.22-wi-article7UQDO.html (2) http://www.symlink.ch/article.pl?sid=3D02/01/25/1220209&mode=3Dthread&thres= hold=3D-1 ------------------------- Daniel Boos boos@trash.net PGP key ID (DH/DSS): 0x0571c345 http://www.trash.net - free UNIX shell account On Thu, 24 Jan 2002, Radio 24 wrote: > Hallo zusammen, > > leider mit Verz=F6gerung, trotzdem m=F6chte ich doch noch ein paar > Kommentare zu dem Artikel von Daniel Boss los werden und ganz am Schluss > euch meine Zusammenfassung und Sicht =FCber den DeCSS-Fall nicht > vorenthalten (vorallem auch deswegen, weil ich an dem Treffen in Berlin > nicht teilnehmen kann - 10h Reisezeit sind mir einfach zu viel). > > > > letzte Woche besuchte ich an der Universitaet Zuerich eine > > Antrittsvorlesung des Professor fuer Recht Reto M.Hiltys.=3D20 > > Das Thema war: > > "Rechtlicher Schutz technischer Sperren: Ende des freien > > Informationsflusses im Internet?" > > Mit den technischen Sperren meinte er z.B. die Regionalcodes bei DVD, > > DRM (Digital Right Managment) etc. > > > Gibt es =FCber diese Vorlesung auch Informationen im Internet? > > > > 1. Es ist legitim technische Sperren zu errichten. Sie zu knacken an > > sich aber auch. > > > Von der "moralischen Einstellung" her ist dem sicherlich beizupflichten. > Jedoch von der rechtlichen Seite ist dies in vielen L=E4ndern verboten un= d > nicht zu letzt die WIPO m=F6chte den Verbot technische Sperren zu umgehen > noch intensiver in den L=E4ndern der Welt verankert wissen. > > Beispiele: > > Der Digital Millenium Copyright Act der USA verbietet ausdr=FCcklich die > Umgehung technischer Sperren (ausser eng definierten Ausnahmen). Es war > der eigentliche Anklagepunkt gegen 2600 u.a. Zweimal wurde in diesem > Prozess bis jetzt best=E4tigt, dass dieses Verbot st=E4rker bewogen wurde > als das Recht zu "Fair Use". > Jon Johansen, einer der Mitwirkenden bei DeCSS wurde ebenfalls unter > diesem Aspekt (Umgehung einer technischen Sperre) am 11.Januar 2002 in > Norwegen angeklagt. > In Deutschland hat Heise vor 1 oder 2 Jahren eine Studie in Auftrag > gegeben, die Untersuchte, ob die Bereitstellung von DeCSS auf einer > Website in Deutschland strafbar ist. Die Studie kam zum Schluss, dass es > strafbar ist. (leider kann ich dazu keine Quellen nennen, da ich die > Information auf Heise online nicht mehr finden konnte). > Ob die Umgehung von technischen Sperren auch in der Schweiz illegal ist, > weiss ich leider nicht. Womoeglich ist es in der Schweiz deshalb nicht > so ein wichtiges Thema, weil hier Abmahnpraktiken ("die Kunst wie man > Schmiergeld legalisiert") nicht erlaubt sind und wo sich > Schadenersatzzahlung in den meisten Faellen noch in realitaetsnahen > Bereichen bewegen. > > > 2. Errichtet das Gesetz eine Eigentumsverordnung sind die Regeln zu > > respektieren - aber vor allem - vom Nachfrager das Urheberrecht und vom > > Anbieter dessen Schranken. > > > > /* Kommentar meinerseits > > Mit Schranken ist v.a. "Fair Use" gemeint oder andere Rechte welche den > > Nutzenden zugesprochen werden. Auch gemeint ist der Verlust der > > Urheberrechte =3DFCber die Zeit und dementsprechend der freie Zugriff a= uf > > solche nicht mehr schuetzenswerte Werke. Dies ist ja ein Punkt, wo die > > Copyrightindustrie deftig kritisiert werden kann: Mit technischen > > Sperren wird sehr gerne urheberrechtlich unrelevantes Material > > geschuetzt oder restriktiv blockiert. Die Nutzenden haetten das Recht > > auf die Nutzung dieses Materials. Dies wird nun aber dank einer > > technischen Sperre verhindert. Nutzende die sich nun trotzdem einen > > Zugriff auf diese Materials verschaffen werden nicht wegen einer > > Verletzung des Copyrights bestraft, denn dies ist nicht der Fall, > > sondern wegen dem Brechen der eigentlich illegalen Sperre. > > */ > > > > Konkret sollte das Recht nur sehr bedingt technische Sperren schuetzen. > > > Wie gesagt, dies ist leider in einigen wichtigen Laendern schon heute > nicht mehr der Fall. Aus meiner Sicht hat heute "Fair Use" folgende > Handicaps: > > - "Fair Use" ist "Gummi" - jeder versteht darunter etwas anderes. Wer > die Transcripte zu dem DeCSS-Prozess durchliest oder einfach auch nur > ein Statement von Jack Valenti / MPAA gehoert hat, der weiss, dass es > fuer die Filmindustrie (und ich denke das gilt auch fuer andere > Bereiche) keinen "Fair Use" gibt. "Fair Use" =3D raubkopiert. Gesetzlich > ist "Fair Use" in den L=E4ndern verschieden geregelt. Ist es "Fair Use" > wenn ich f=FCr mich die schoensten Lieder verschiedener CDs auf eine CD > brenne? Ist es noch "Fair Use" wenn ich diese selbstgebrannt CD meinem > Bruder gebe? Oder meinem Freund? Ist es noch "Fair Use" wenn ich dies > online mit MP3s mache? > > - Die technischen Sperren verhindern "Fair Use". Wenn wir wieder auf > Amerika schauen, so wird das Recht zu "Fair Use" zwar von der Judikative > erkannt, jedoch wird das Verbot technische Sperren zu umgehen h=F6her > bewertet. Also: was nuetzt ein Recht, wenn man es nicht aus=FCben kann? > Ich denke die USA zeigt deutlich wie die Zukunft von "Fair Use" > aussieht. In Europa ist man noch nicht so weit und ich denke es ist ein > wichtiger zentraler Punkt aufzuzeigen, dass man versucht mit technischen > Sperren UND der Gesetzgebung das Recht zur "ehrlichen Benutzung" > auszuhebeln. Ein System in dem jeder durch den Enzug der > totalen Kontrolle durch die Industrie sich strafbar macht, ist f=FCr die > Industrie wie ein Essel der Gold scheisst. (vorallem wenn man in manchen > L=E4ndern durch Abmahnungen recht einfach an das Geld herankommt) > > > > 3. Technische Sperren sind Teil der Marktordnung im Internet. Ihr Schut= z > > muss sich nach dem Marktrecht richten. > > > > Wenn schon wegen dem WCT von 1996 der WIPO[3] so etwas wie eine > > "Circumvention Protection" gemacht werden muss, dann=3D20 > > soll dies nach dem Bundesgesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb [2] und > > nicht in den Gesetzen zum geistigen Eigentum geregelt werden. > > > > Ist das vereinbar mit dem WCT: > > Ja denn, > > 1. WCT schreibt nicht vor wie der Schutz zu erreichen ist > > 2. Japan hat es auch so gel=3DF6st > > 3. USA und EU kennen kein UWG und konnten es deshalb nicht so l=3DF6sen > > > > > > /* Kommentar meinerseits: > > Ich finde dies eine Idee, die durchaus diskutiert werden koennte. Die > > Idee ist naemlich sehr interessant. Gemaess meinem Verstaendnisses und > > seinen Erl=3DE4uterungen muss beim UWG dem Kl=3DE4ger offensichtlich ei= n > > Wettbewerbsnachteil entstehen und er muss diesen auch aufzeigen > > ("Verboten ist eine Handlung die den Markt verzerrt"). deCSS z.B. faell= t > > so weg. Drakonische Einschraenkungen sind auch nicht zulaessig, da dies= e > > den bestehenden Nutzungsrechten entgegen stehen. > > Gibt es so ein Gesetz und so eine Moeglichkeit auch in Deutschland?=3D2= 0 > > */ > > > In der Schweiz ist es durch die direkte Demokratie klar, wer die meisten > Gesetze schlussendlich macht (man hat wenigstens die Moeglichkeit > "falsche" Gesetze zu korrigieren). Ich denke in den anderen L=E4ndern, di= e > keine direkte Demokratie kennen (dafuer werden mich jetzt einige hassen > ;-)), wird eine Mitgestaltung an den Gestzen nicht so einfach sein. > Meine Meinung ist, dass die Industrielobby und die amerikanische Elite > hier leider viel zu viel Manipulierm=F6glichkeiten hat. > > > 5. Monopolistische Strukturen sind zu bek=3DE4mpfen > > -> mittels Kartellrecht (soweit anwendbar) > > -> mittels eines Anspruches auf Informationszugang > > > Das ist auch in der Gesetzgebung verankert und man ist trotzdem nicht > erfolgreich (grad in diesem Punkt hat sich die Schweiz stark an der Nase > zu nehmen). > > > Eine Kaeuferin hat naemlich das Recht diese in > > begrenzten Rahmen zu kopieren (Sicherheitskopie) und keine technische > > Sperre darf dies verhindern. > > > Da dr=E4ngt sich bei mir wieder die Frage auf: Hat denn eine Kaeuferin > nicht auch das Recht zwecks Sicherheitskopie diese CD digital auf eine > Festplatte auszulesen um bei Verlust der CD diese wieder brennen zu k=F6n= nen? > > > =3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D= =3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D= =3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D= =3D > > F=FCr die n=E4chste Ausgabe von Pain (http://pain.planet-d.net) habe ich > einen Artikel =FCber den DeCSS-Fall geschrieben, der zur Zeit in einer > "Beta"-Fassung auch unter http://www.chscene.ch/ccc/decss online steht. > Diese Version wird irgendwann finalisiert und in > http://www.chscene.ch/ccc ofiziell einfliessen. Ich bin offen f=FCr > Kritiken, Berichtigungen, Vorschl=E4ge und Feedback. > > Ein anderer sehr interessanter Artikel (Roger Ebert, Dirk Freise und > Ingo Tretkowski) ist "Trusted Devices" : > http://www.chscene.ch/ccc/trusted_devices/ > > > > radio_24 > > -- > Campaigns mailing list > https://coredump.buug.de/cgi-bin/mailman/listinfo/campaigns > From vgrass@rz.hu-berlin.de Sat Jan 26 02:21:56 2002 From: vgrass@rz.hu-berlin.de (Volker Grassmuck) Date: Sat, 26 Jan 2002 03:21:56 +0100 Subject: [campaigns] das Urhebervertragsrecht Message-ID: <3C5220D4.22648.27653AC@localhost> ... stand heute (Freitag) im Bundestag zur Beschlu=DFfassung an. Dazu hie= r eine kleine=20 Materialsammlung.=20 Gru=DF Volker Bundestag stimmt neuem Urhebervertragsrecht zu, BMJ, 25.01.2002=20 http://www.bmj.bund.de/frames/ger/themen/wirtschaft_und_recht/10000492/in= dex.html Gesetzesentwurf des BMJ, Stand 30. Mai 2001 http://www.bmj.bund.de/images/10209.pdf Bundesjustizministerin D=E4ubler-Gmelin stellt Urhebervertragsrecht vor. = Verhandlungen=20 auf gleicher Augenh=F6he: "Auch Kreativit=E4t muss sich lohnen", 30. Mai = 2001 http://www.bmj.bund.de/frames/ger/service/pressemitteilungen/10000078/ind= ex.html Diese Fassung ist aber "ma=DFgeblich entsch=E4ft" worden, wie der dmmv=20 begr=FC=DFte. Diese entsch=E4rfte Fassung, die ich a= llerdings=20 nirgends -- vor allem nicht auf dem Server des BMJ -- finden konnte, ist = heute trotz=20 weiterer Blockadeversuche durch die Verlage verabschiedet worden. IT-Verband wettert gegen neuen Entwurf zum Urhebervertragsrecht Heise News, 24.01.2002 http://www.heise.de/newsticker/data/anw-24.01.02-005/ Das neue Urheberrechtsgesetz steht heute im Bundestag zur Abstimmung. Der= arme=20 Poet soll nicht mehr darben. Der Arbeitsrechtler und fr=FChere Bundesverf= assungsrichter=20 Thomas Dieterich verteidigt die st=E4rkere Position der Freischaffenden=20 SZ 25.1.02 http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel115997.php Hintergrund: Urheberrechtspolitik in der 14. Legislaturperiode - Ausgangspunkt und Zie= lsetzung,=20 Von Professor Dr. Herta D=E4ubler-Gmelin; Erweiterte Fassung eines auf de= m=20 Symposion "Kreativit=E4t ist nicht umsonst" am 6. M=E4rz 1999 in der Akad= emie der=20 K=FCnste in Berlin gehaltenen Vortrags GEMA Nachrichten =95 Ausgabe 159 =95 Juni 1999 http://www.gema.de/kommunikation/news/n159/daeubler_rede.shtml Kreativit=E4t ist was wert. Neues Urhebervertragsrecht jetzt!, Kampagne d= er Autoren http://www.urheber.info/ Der Kulturrat berichtet in seinem Jahresbericht 2000/2001, dass er sich a= ufgrund=20 divergierender Auffassungen nicht zu einer Stellungnahme entschlie=DFen k= onnte. http://www.kulturrat.de/down/lobby2000-2001.pdf Stenographischer Bericht der 179. Sitzung des Bundestages am 28.6.01 zum = Entwurf=20 des Urhebervertragsrechts http://www.ory.de/uvr/1Lesung.pdf Am 17. September 2001 hielt der Justiziar des B=F6rsenvereins, Dr. Sprang= , im=20 Landesverband einen Vortrag =FCber Preisbindung und Urhebervertragsrecht Buch db NRW, 4/2001 http://www.buchnrw.de/download/buchnrw_4_01.pdf David Seiler, Das Urhebervertragsrecht in der rechtspolitischen Diskussio= n, JurPC=20 Web-Dok. 73/2001, Abs. 1 - 31 http://www.jurpc.de/aufsatz/20010073.htm Stephan Ory, Ein neues Urhebervertragsrecht - Regierungsentwurf und Vorsc= hlag aus=20 der Medienwirtschaft, JurPC Web-Dok. 140/2001, Abs. 1 - 27 http://www.jurpc.de/aufsatz/20010140.htm Ein-Jahres-Bilanz Staatsminister Nida-R=FCmelin, Stand: 17.01.2002 Staatsminister Nida-R=FCmelin setzte sich bei der Novelle des Urhebervert= ragsrechts,=20 die federf=FChrend vom Bundesjustizministerium betreut wird, daf=FCr ein,= sachgerechte,=20 die Interessenlage beider Seiten, sprich Urheber wie Verwerter, Rechnung = tragende=20 L=F6sungen zu finden.=20 http://text.bundesregierung.de/nurtext/dokumente/Struktur/ix_66760_1549.h= tm#abschni tt11 ver.di Presserkl=E4rungen 25.01.2002 Urheberrecht. Protest gegen die Verw=E4sserung der Urheberrech= tsnovelle http://www.verdi.de/nachrichten/pressemeldungen/details.php3?news_idx=3D3= 30 22.01.2002 Urhebervertragsrecht. Schriftsteller appellieren an Schr=F6der= :=20 http://www.verdi.de/nachrichten/pressemeldungen/details.php3?news_idx=3D3= 24 18.01.2002 Urhebervertragsrecht. dju fordert: Keine Verw=E4sserung - sozi= ale=20 Verbesserung! http://www.verdi.de/nachrichten/pressemeldungen/details.php3?news_idx=3D3= 14 18.01.2002 Urhebervertragsrecht. Unangemessene Emp=F6rung der Verwerter=20 http://www.verdi.de/nachrichten/pressemeldungen/details.php3?news_idx=3D3= 16 09.01.2002 Urhebervertragsrecht. Gutachten zum neuen Urhebervertragsgeset= z zeigt:=20 Neues Urhebervertragsrecht ist verfassungskonform=20 http://www.verdi.de/nachrichten/pressemeldungen/details.php3?news_idx=3D3= 05 05.12.2001 Urheberrecht. ver.di lehnt weitere Einschnitte ins Urhebervert= ragsrecht ab=20 http://www.verdi.de/nachrichten/pressemeldungen/details.php3?news_idx=3D2= 80 21.11.2001 Urhebervertragsrecht. Sprachliche Entgleisungen der Verleger=20 http://www.verdi.de/nachrichten/pressemeldungen/details.php3?news_idx=3D2= 64 20.11.2001 Urhebervertragsrecht. St=E4rkung der Urheber - kuschen vor Ver= wertern?=20 http://www.verdi.de/nachrichten/pressemeldungen/details.php3?news_idx=3D2= 60 20.11.2001 Urhebervertragsrecht. Filmschaffende warnen Bundesregierung vo= r dem=20 Einknicken=20 http://www.verdi.de/nachrichten/pressemeldungen/details.php3?news_idx=3D2= 61 09.11.2001 Urhebervertragsrecht. Podiumsdiskussion zur Reform des=20 Urhebervertragsrechts am 14.11. in Berlin=20 http://www.verdi.de/nachrichten/pressemeldungen/details.php3?news_idx=3D2= 48 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| http://wizards-of-os.org http://waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| From kasparhauserjr@hotmail.com Sat Jan 26 14:24:49 2002 From: kasparhauserjr@hotmail.com (thomas thaler) Date: Sat, 26 Jan 2002 14:24:49 Subject: [campaigns] Text Yes, it's free! Message-ID: This is a multi-part message in MIME format. ------=_NextPart_000_72c0_79be_28af Content-Type: text/plain; format=flowed hallo, bevor ich mich in sonstige arbeit stuerze und nach wien fahre, hier noch der erste entwurf eines grundlagentextes. was noch fehlt sind die beispiele, spricht auch noch keine einheitliche sprache. sinn waehre kurz zusammenzufassen um was es geht. ueberblick zu geben. eine klammer zu machen. die eigentliche propaganda muss dann denke ich auf einzelne zielgruppen zugeschnitten werden. bitte um komentare, gegenentwuerfe, ergaenzungen. was muss noch rein, was kann weggelassen werden? welche sprache sprechen wir? lg thomas Für viel freien Inhalt Yes, it's free! Am Anfang des Internets stand der Traum vom Daten-Schlaraffenland. Alles was sich in digitale Form bringen läßt, könnte in Zukunft zu sehr geringen Kosten weltweit verfügbar gemacht werden. Aus dem Traum wurde ein Alptraum. Die Urheberrechtsindustrie hat den Usern den Krieg erklärt. Statt den neuen Verteilungssystemen angepaßte Marketing und Verrechnungssysteme zu entwerfen, hat sie damit begonnen weltweit juristische und technische Systeme nach ihren Wünschen umzubauen. Die riesigen Profite die im bisherigen System erwirtschaftet wurden, werden verwendet um ganze Heerscharen von Lobbyisten und Anwälten zu bezahlen. Die Rechteindustrie sieht es gewissermaßen als ihr natürliches Recht an, ihr Geld genau auf die gleiche Weise zu verdienen wie in der golden Vergangenheit, egal wie sich die Welt verändert hat. Der weltweite Umbau der rechtlichen und technischen Systeme nach den Wünschen der Rechteindustrie, die Flut an Gesetzen die umgesetzt wurden oder gerade vorbereitet werden, hat gravierende Auswirkungen die jeden und jede betreffen. Behinderung des Zugangs zu Wissen aller Art Langfristig die Bedrohung des gemeinsamen Wissensschatzes<> Faktische Abschaffung traditioneller Verbraucherrechte<> Kriminalisierung von Selbsthilfe<> Einschränkung der Meinungsfreiheit<> Einschränkung der Freiheit von Forschung und Lehre<> Wir fordern alle Betroffenen dazu auf in ihrem Bereich aktiv zu werden, sich einzumischen. Es ist an der Zeit für jeden Bereich der Produktion kultureller Güter eine zeitgemäße, nachhaltige Wissensordnung zu entwerfen und durchzusetzen. Sonst wachen wir vielleicht eines Morgens auf , und merken daß die Früchte des über Jahrtausende gewachsenen gemeinsamen Wissensschatzes für viele unerreichbar in Urberrechts-Gefängnisse gesperrt sind. IT Experten besteht darauf das Computersysteme nach technischen Notwendigkeiten aufgebaut werden und Nicht nach Urheberrechtlichen. Und zwar für alle. Contentproduzenten verweigert die Zusammenarbeit mit der Rechteindustrie. Baut Eure eigenen dem Stand der Technik entsprechenden Finanzierungs- und Vertriebswege auf, die garantieren, daß ihr was verdient aber eure Werke auch langfristig von Nutzen für die Allgemeinheit sind. User besteht auf euren traditionellen Rechten. Überlegt Euch ob neue Gesetze wirklich dem Willen der Mehrheit entsprechen. Entscheidungsträger bedenkt das kurzsichtige Maßnahmen um den vermeintlichen Besitzstand einer mächtigen Gruppe zu wahren, langfristig verheerende Auswirkungen auf die gesamte Wissensordnung haben können. _________________________________________________________________ MSN Photos is the easiest way to share and print your photos: http://photos.msn.com/support/worldwide.aspx ------=_NextPart_000_72c0_79be_28af Content-Type: application/msword; name="Für viel freien Inhalt.rtf" Content-Transfer-Encoding: base64 Content-Disposition: attachment; filename="Für viel freien Inhalt.rtf" e1xydGYxXGFuc2lcYW5zaWNwZzEyNTJcdWMxIFxkZWZmMFxkZWZsYW5nMTAz M1xkZWZsYW5nZmUxMDMxe1xmb250dGJse1xmMFxmcm9tYW5cZmNoYXJzZXQw XGZwcnEye1wqXHBhbm9zZSAwMjAyMDYwMzA1MDQwNTAyMDMwNH1UaW1lcyBO ZXcgUm9tYW47fXtcZjE2XGZyb21hblxmY2hhcnNldDIzOFxmcHJxMiBUaW1l cyBOZXcgUm9tYW4gQ0U7fXtcZjE3XGZyb21hblxmY2hhcnNldDIwNFxmcHJx MiBUaW1lcyBOZXcgUm9tYW4gQ3lyO30NCntcZjE5XGZyb21hblxmY2hhcnNl dDE2MVxmcHJxMiBUaW1lcyBOZXcgUm9tYW4gR3JlZWs7fXtcZjIwXGZyb21h blxmY2hhcnNldDE2MlxmcHJxMiBUaW1lcyBOZXcgUm9tYW4gVHVyO317XGYy MVxmcm9tYW5cZmNoYXJzZXQxODZcZnBycTIgVGltZXMgTmV3IFJvbWFuIEJh bHRpYzt9fXtcY29sb3J0Ymw7XHJlZDBcZ3JlZW4wXGJsdWUwO1xyZWQwXGdy ZWVuMFxibHVlMjU1O1xyZWQwXGdyZWVuMjU1XGJsdWUyNTU7DQpccmVkMFxn cmVlbjI1NVxibHVlMDtccmVkMjU1XGdyZWVuMFxibHVlMjU1O1xyZWQyNTVc Z3JlZW4wXGJsdWUwO1xyZWQyNTVcZ3JlZW4yNTVcYmx1ZTA7XHJlZDI1NVxn cmVlbjI1NVxibHVlMjU1O1xyZWQwXGdyZWVuMFxibHVlMTI4O1xyZWQwXGdy ZWVuMTI4XGJsdWUxMjg7XHJlZDBcZ3JlZW4xMjhcYmx1ZTA7XHJlZDEyOFxn cmVlbjBcYmx1ZTEyODtccmVkMTI4XGdyZWVuMFxibHVlMDtccmVkMTI4XGdy ZWVuMTI4XGJsdWUwOw0KXHJlZDEyOFxncmVlbjEyOFxibHVlMTI4O1xyZWQx OTJcZ3JlZW4xOTJcYmx1ZTE5Mjt9e1xzdHlsZXNoZWV0e1xub3dpZGN0bHBh clx3aWRjdGxwYXJcYWRqdXN0cmlnaHQgXGZzMjBcbGFuZzEwMzFcY2dyaWQg XHNuZXh0MCBOb3JtYWw7fXtcKlxjczEwIFxhZGRpdGl2ZSBEZWZhdWx0IFBh cmFncmFwaCBGb250O319e1xpbmZve1x0aXRsZSBGXCdmY3IgdmllbCBmcmVp ZW4gSW5oYWx0fXtcYXV0aG9yIEFkbWluaXN0cmF0b3J9DQp7XG9wZXJhdG9y 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ZWcgZXJrbFwnZTRydC4gU3RhdHQgZGVuIG5ldWVuIFZlcnRlaWx1bmdzc3lz dGVtZW4gYW5nZXBhXCdkZnRlIE1hcmtldGluZy0gdW5kIFZlcnJlY2hudW5n c3N5c3RlbWUgenUgZW50d2VyZmVuLCBoYXQgc2llIGRhbWl0IGJlZ29ubmVu IHdlbHR3ZWl0IGp1cmlzdGlzY2hlIHVuZCB0ZWNobmlzY2hlIFN5c3RlbWUg bmFjaCBpaHJlbiBXXCdmYw0KbnNjaGVuIHVtenViYXVlbi4gRGllIHJpZXNp Z2VuIFByb2ZpdGUgZGllIGltIGJpc2hlcmlnZW4gU3lzdGVtIGVyd2lydHNj aGFmdGV0IHd1cmRlbiwgd2VyZGVuIHZlcndlbmRldCB1bSBnYW56ZSBIZWVy c2NoYXJlbiB2b24gTG9iYnlpc3RlbiB1bmQgQW53XCdlNGx0ZW4genUgYmV6 YWhsZW4uIERpZSBSZWNodGVpbmR1c3RyaWUgc2llaHQgZXMgYWxzIGlociBu YXRcJ2ZjDQpybGljaGVzIFJlY2h0IGFuLCBpaHIgR2VsZCBnZW5hdSBhdWYg ZGllIGdsZWljaGUgV2Vpc2UgenUgdmVyZGllbmVuIHdpZSBpbiBkZXIgZ29s ZGVuZW4gVmVyZ2FuZ2VuaGVpdCwgZWdhbCB3aWUgc2ljaCBkaWUgV2VsdCB2 ZXJcJ2U0bmRlcnQuDQpccGFyIA0KXHBhciBEZXIgd2VsdHdlaXRlIFVtYmF1 IGRlciBSZWNodHNzeXN0ZW1lIHVuZCBkZXIgVGVjaG5payBuYWNoIGRlbiBX XCdmY25zY2hlbiBkZXIgSW5kdXN0cmllLCBkaWUgRmx1dCBhbiBHZXNldHpl biBkaWUgdW1nZXNldHp0IHd1cmRlbiBvZGVyIGdlcmFkZSB2b3JiZXJlaXRl 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IHp1IGVudHdlcmZlbiB1bmQgZHVyY2h6dXNldHplbi4gU29uc3Qgd2FjaGVu IHdpciBlaW5lcyBNb3JnZW5zIGF1ZiAsIHVuZCBtZXJrZW4sIGRhXCdkZiBk aWUgRnJcJ2ZjY2h0ZSBkZXMgXCdmY2JlciBKYWhydGF1c2VuZGUgZ2V3YWNo c2VuZW4gZ2VtZWluc2FtZW4gV2lzc2Vuc3NjaGF0emVzIGZcJ2ZjciB2aWVs ZSB1bmVycmVpY2hiYXIgaW4gVXJiZXJyZWNodHMtR2VmXCdlNA0KbmduaXNz ZSBnZXNwZXJydCBzaW5kLg0KXHBhciANClxwYXIgDQpccGFyIElUIEV4cGVy dGVuIGJlc3RlaHQgZGFyYXVmICwgZGFzcyBDb21wdXRlcnN5c3RlbWUgbmFj aCB0ZWNobmlzY2hlbiBOb3R3ZW5kaWdrZWl0ZW4gYXVmZ2ViYXV0IHdlcmRl biB1bmQgbmljaHQgbmFjaCB1cmhlYmVycmVjaHRsaWNoZW4uIFVuZCB6d2Fy IGZcJ2ZjciBhbGxlLg0KXHBhciANClxwYXIgQ29udGVudHByb2R1emVudGVu IHZlcndlaWdlcnQgZGllIFp1c2FtbWVuYXJiZWl0IG1pdCBkZXIgUmVjaHRl aW5kdXN0cmllLiBCYXV0IEV1cmUgZWlnZW5lbiBkZW0gU3RhbmQgZGVyIFRl Y2huaWsgZW50c3ByZWNoZW5kZW4gRmluYW56aWVydW5ncy0gdW5kIFZlcnRy aWVic3dlZ2UgYXVmLCBkaWUgZ2FyYW50aWVyZW4sIGRhXCdkZiBpaHIgR2Vs ZCB2ZXJkaWVudCwgYWJlciBldXJlIFdlcmtlIGF1Y2ggbGFuZ2ZyaXN0aWcg dm9uIE51dHplbiBmDQpcJ2ZjciBkaWUgQWxsZ2VtZWluaGVpdCBzaW5kLiAN 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ENTERTAINMENT VALUE http://www.negativland.com/nmol/negmisc.html :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: :::::"A smart artist makes the machine do the work"::::::::::::::::::::::: ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: :::::::::::::::: :::::::::::::::::::::: [net.art generator]: http://www.obn.org/generator : :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: :Cornelia Sollfrank | Rutschbahn 37 | 20146 Hamburg | Germany :::::::::::: ::::::::::::::::::::::::::::+49-(0)40-4104937:::mobile:+49-(0)173-6173348: ------- End of forwarded message ------- - http://www.v2.nl/~arns From moeller@scireview.de Mon Jan 28 19:43:36 2002 From: moeller@scireview.de (Erik Moeller) Date: Mon, 28 Jan 2002 20:43:36 +0100 Subject: [campaigns] Anticopyrightware Message-ID: <3C55B7F8.23580.1A791A7@localhost> Hi, ausgehend von dem Posting =FCber die netten Negativeland-Logos spiele ich = mit dem Gedanken, ein paar Anticopyright-Bildchen f=FCr Logos, T-Shirts, Tassen usw. zussamen zu stellen. Dabei w=FCrde ich daf=FC= r einen Cafepress.com-Shop einrichten und die Sachen zun=E4chst =FCber http://www.infoanarchy.org anbieten. Bei Cafepress muss man nur die Bilder hochladen, die machen dann= Mousepads, Shirts und alles M=F6gliche daraus und k=FCmmern sich um den Online-Shop samt Abrechnung und Versand "on demand".= Dazu ein paar Fragen: 1) Hat jemand von Euch Erfahrungen mit Cafepress? Wie ist die Qualit=E4t d= er Shirts, Tassen etc., welche Bildaufl=F6sung ist optimal? Gibt es einen besseren Anbieter als Cafepress? 2) Gibt es im europ=E4ischen/deutschen Raum einen Cafepress-=E4hnlichen An= bieter? Ich werde die Pics im Vorfeld auf eine Homepage stellen und Euch um Kommen= tare bitten. Wenn Ihr selbst auch Ideen f=FCr Bilder & Slogans habt, lasst es mich bitte wissen. MfG EM=D6 -- Scientific Reviewer, Freelancer, Humanist -- Berlin/Germany Phone: +49-30-45491008 - Web: The Origins of Peace and Violence: "If we don't improve our ability to deal collectively with complex things, as the problems grow more urgent, we're in trouble." - Douglas Engelbart From kasparhauserjr@hotmail.com Wed Jan 30 08:54:52 2002 From: kasparhauserjr@hotmail.com (thomas thaler) Date: Wed, 30 Jan 2002 08:54:52 Subject: [campaigns] Heise-Links zum Kongress Digital Rights Management Message-ID: Heise-Links zum Kongress Digital Rights Management: Informationsfreiheit hat Priorität vor dem Urheberrecht Der Münsteraner Rechtsprofessor Thomas Hoeren dringt auf die Beachtung der Grundrechte bei der Neugestaltung des Urheberrechts. http://www.heise.de/newsticker/data/jk-29.01.02-008/ Napster und Co.: Kopierschutz vs. Nutzerfreundlichkeit In der Schusslinie zwischen Verbrauchern und der Content-Fraktion: Interview mit Arni Sigurdsson, Geschäftsführer der Bertelsmann-Tochter Digital World Services, die das Digital Rights Management managen will 29.01.2002 http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/musik/11694/1.html lg thomas _________________________________________________________________ MSN Photos is the easiest way to share and print your photos: http://photos.msn.com/support/worldwide.aspx From inke@snafu.de Thu Jan 31 11:06:40 2002 From: inke@snafu.de (Inke Arns) Date: Thu, 31 Jan 2002 12:06:40 +0100 Subject: [campaigns] News von RTMark / TheYesMen Message-ID: <3C593350.23037.57B3FF@localhost> [Hier sind News von RTMark, auch bekannt als TheYesMen (wir sahen das Vide= o im Workshop) ... Andy Bichelbaum kommt uebrigens zur transmediale nach Berlin= ... ;)) Gruss, Inke] To: INKE.snafu.de From: RTMark Bulletin Subject: WEF projects attack, protect inke@snafu.de Date sent: Tue, 29 Jan 2002 15:20:23 -0400 (AST) [Note: We apologize if this is a duplicate message; we have had some troubles with our system.] This message is not commercial. Get off our list by writing mailto:remove@rtmark.com?subject=3Dinke@snafu.de. Jan. 28, 2002 FOR IMMEDIATE RELEASE: Press Release and Annual Report NEW PROJECTS COMBAT CRIMINALIZATION OF DISSENT In response to The World Economic Forum Meeting at the Waldorf Astoria Hotel in New York City (January 30 to February 3), RTMark investors have sponsored several new projects to fight the corporate takeover of public space and expression: * The "reaming" of the WEF's website with automatic parody software * "Ready-to-revolt" smart clothing * Tear-gas tennis * A virtual sit-in of the WEF's website * Avoidance/destruction of surveillance cameras * Street-writing bicycles ***************************************** The World Economic Forum Gets Reamed The Yes Men have released version 2.0 of Reamweaver, their automatic website-parody software, and have set it loose on the World Economic Forum website. "We think http://world-economic-forum.com is more forthright about the WEF's goals than their real site is," said Andy Bichlbaum of the Yes Men. The free, open-source software (http://reamweaver.com) was first released when the World Trade Organization tried to shut down Gatt.org in November. "The WTO tried to capitalize on the post-9/11 climate by attacking any kind of dissent," said Cue P. Doll, one of the Reamweaver coders. "By automating the parody process, this software scales web dissent from a small group to a global network, ensuring the WTO's kind of tactics will never work." ****************************************** The World Economic Forum Gets Sat Upon The Electronic Disturbance Theater is releasing a virtual sit-in (denial-of-service) tool specially tailored for the World Economic Forum website. Users are invited to join the cyber-protest at http://www.thing.net/~rdom/ecd/fools.html. ******************************************* New Ways to Avoid or Destroy Video Surveillance Two new projects help citizens regain some of their privacy by helping them to avoid surveillance or destroy it. The Institute for Applied Autonomy's iSee (http://www.appliedautonomy.com/isee/) is an interactive map that shows walkers the path of least surveillance between any two points in Manhattan. And for those who want to take the direct route, an anonymous group explains how to disable inappropriate cameras (http://rtmark.com/cctv/). ******************************************* Bikes Paint Messages As You Ride (Project BIKE) An anonymous investment of $500 has allowed the distribution of a tool that turns any bicycle into a street-writing device. Bradley Pitts (mailto:bmpitts9@hotmail.com), a spokesperson for the group that created the tool, calls it "an efficient way to get a message out on the street... over and over and over again." (http://architecture.mit.edu/~atmarcus/bikewriter/writer.html) ******************************************** Pr=EAt-=E0-R=E9volter Design Civil Disobedience Equipment (Project PRET) Concerned by the new police and government tendency to treat any social movement as criminal, an investor has paid $1700 to help develop and deploy functional fashions for protest. The colorful costumes are fitted with padding at shoulder and rib regions to ward off baton blows, and miniature video cameras and transmitters to broadcast police brutality live to remote recorders. (http://www.sindominio.net/fiambrera/web-agencias/pretaverde.html) ******************************************** Athletes recruited for "Tear-Gas Tennis" (Project LACR) An investor is offering $200 to the first lacrosse, tennis, or jai-alai team that methodically catches and returns tear gas canisters before they land among protesters. "Protests often turn violent because of police actions, like shooting people with tear gas canisters," said RTMark spokesperson Frank Guerrero. "Project LACR opposes the violence with a bit of sporting fun, and it could help keep a protester or two from getting seriously injured." ******************************************** LOOKING BACK: 2001 ANNUAL REPORT RTMark posted reasonable cultural dividends for its investors in 2001, but the gains were bittersweet as civil liberties went up in smoke and authoritarian regimes instituted repressive policies on the ruins of the World Trade Center. The main dividends of 2001: Impostors passed as the World Trade Organization at a "Textiles of the Future" conference (http://theyesmen.org/finland.html) and on European Marketwrap, a prime-time program on CNBC (http://theyesmen.org/tv.html). An anonymous investment covered some travel expenses. A conference session on techniques to counter anti-corporate activism, normally available for $225 to corporate clients, was made available to activists for free at http://rtmark.com/prsa, thanks to an anonymous donor. One thousand vanity mirrors were distributed at the G8 protests in Genoa, and were used to reflect the sun into the eyes of attacking policemen (http://rtmark.com/archimedes.html). A software development kit and book from http://hactivist.com, entitled "Child as Audience", teaches anyone to reverse-engineer the Nintendo Gameboy; it was co-sponsored by RTMark. The same label that enraged Geffen Records with "Deconstructing Beck" issued its fourth RTMark-sponsored release, "A Mutated Christmas" (http://detritus.net/illegalart/xmas). A catapult used to hurl stuffed animals over the fortress walls at the Quebec FTAA meeting fulfilled Project MDVL and garnered a cash reward for the creators. Thousands of brochures advertising "Deportation Class" seating were secretly placed in airplane seat pockets to illustrate how commercial airlines traffic in unwilling human cargo (http://rtmark.com/luft). The :CueCat, a freely available barcode scanner meant to help advertise to people in their homes, was hacked into a tool for learning about corporate misdeeds (http://rtmark.com/cuejack). The "Heads and Tails Video Reclamation Program" which encourages videotape renters to record public service messages over previews, has resulted in hundreds of altered tapes across the US and Canada (http://rtmark.com/fundlabor.html#DUBM and http://rtmark.com/fundlabor.html#FLMC). And finally, Dr. Andreas Bichlbauer of the World Trade Organization has chosen the winner of this year's Corporate Poetry Contest: The Organization of American States' "Chant to the OAS," in the "Children's Corner" section of their website (http://rtmark.com/corpoetry.html). RTMark's primary goal is to publicize corporate subversion of the democratic process. To this end it acts as a clearinghouse for anti-corporate projects. A list of just-added projects is maintained at http://rtmark.com/new.html. # 30 # This message is not commercial. Get off our list by writing mailto:remove@rtmark.com?subject=3Dinke@snafu.de. If you are receiving multiple copies of this release and would rather receive only one, remove as above all versions but one. - http://www.v2.nl/~arns