Re: [netzmagazin] "brüder, zur sonne..."

sab sab at kein.org
Mit Okt 8 11:48:49 CEST 2003


Hallo,

wenn ich mich auch kurz mal vorstellen darf: für die einen ein unangenehmer 
unruhestifter, microfaschist, troll bzw. kleinkind, für die anderen seit 
langem angenehmer und geschätzter gesprächspartner.

brsmas vorschlag für ein bzw. mehrere regionaltreffen will ich mal 
aufgreifen um meine fragestellungen zu entwickeln. ich denke, das fragen 
weiterhelfen können, das netzmagazin zu entwickeln.

soweit ich die postings überblicke gibt es mehrere blöcke:

finanzierung
technik
organisation
inhaltliche ausrichtung

Finanzierung:
eigentlich ist wohl allen klar, daß eine hauptamtlich bezahlte 
redaktionscrew derzeit eher wunschdenken ist. sollte der zug dennoch dahin 
fahren, dann heiszt das auch bwler ins botholen, nen geschäftsführer(in), 
etc. man|frau gründet ne gmbh und versucht durch anzeigen und 
dienstleistungen den laden zu finanzieren.

alternativ könnte ein verein gegründet werden, durch dessen 
mitgliedsbeiträge eine kleinredaktion finanziert wird. zumindest die 
grössten aufwendungen der redakteurinnen.

eine andere möglichkeit bietet das modell der genossenschaft. aber auch 
hier stellt sich die frage nach den einnahmen. die ausgaben kommen ja "wie 
von selbst".

Technik
wie armin berichtete, gab es sehr schnell technische hilfangebote. ich 
hatte mich in diesem reigen ja angeschlossen und armin auf art.net.dortmund 
bzw. den HARTware medien kunstverein in dortmund hingewiesen. wie ist denn 
auf diesem gebiet der stand der dinge?
alles andere sehe ich an hand der subscribientinnenliste als erledigt an 
(aufsetzen des weblogs etc.)

Organisation
wer darf schreiben? diese frage stellt sich eigentlich nur, weil armin an 
die rohrpost herangetreten ist (als folge der "niedergang von telepolis" 
diskussion). wie bildet sich die redaktion? gibt es hier schon 
vorgespräche/ideen? diese frage ist auch deswegen von interesse, weil 
dadurch ja die inhalte und schwerpunkte des mags definiert werden, weil 
schreiber traditionell ein-zwei schwerpunktthemen haben, die sie gut 
darstellen können.
wie wird entschieden, welcher beitrag rein kommt, welcher nicht? 
kann/könnte indymedia ein vorbild sein?
wie die redaktionen organisieren? wie die redakteure zusammen bringen? 
online, klar. oder doch durch regionaltreffen? ich fände da ein zentrales 
treffen besser. so, wie fast jede kleine liste das macht. bis zu viermal im 
jahr trifft man sich f2f um die wichtigsten dinge zu besprechen und 
anzuleiern, lacht, feiert und und und.
und: sollte nicht schon in der entstehung des neuen mags nach partnerinnen 
ausschau gehalten werden? ganz im sinne eines vernetzten magazins?

Zwischenbemerkung (nur zur beruhigung):
ich will und würde nichts für das mag schreiben. auch bin ich an einer 
mitarbeit in einer zukünftigen redaktion nicht annähernd inetressiert. mich 
interessiert einzig diese phase des aufbaus. da möchte ich meinen 
konstruktiven input beisteuern.

Inhaltliche Ausrichtung
was ist netzkultur? es macht zwar den anschein, als ob sich das in den 
letzten jahren geklärt hätte, aber mir scheint es eher so, als ob sich eine 
arge verkrümmung bzw. verkürzung der perspektive durchgesetzt hat. ich 
fände folgende themen sehr wichtig:

netzwissenschaft (sollte man nicht versuchen reinhold grether mit ins boot 
zu holen)
(cyber)feminismus
gesellschaftliche vernetzungsmodelle
entwicklung einer vernetzungsutopie
netzkultur und lernen
mutuales arbeiten
conversation
kunst (mich interessieren hier vor allem grenzüberschreitende kunstansätze, 
also nicht nur crossmedia, was treffender mit mixedmedia bezeichnet wird, 
sondern die künstlerischen ansätze, die mit anderen [wissenschaftlichen] 
disziplinen zusammen gehen/sich kreutzen. also die momente, wo der 
tellerrand verlassen wird und das experiment beginnt. interessantes dazu: 
http://www.octopusweb.org/borderline)

wie würde das neue mag sich zu aktuellen politischen ereignissen verhalten? 
werden diese kommentiert? oder ist eher daran gedacht, politische theorie 
zu entwickeln? sollte man in diesem falle nicht leute von der arranca 
(berlin), der radikal, der beute (ffm/eingestellt) dazu holen? was ist mit 
kmii (kein mensch ist illegal) oder bordercrossing (heath bunting)?

ist eher daran gedacht nach traditionellen universitär/wissenschaftlichen 
standart vorzugehen oder halten wir uns eher an eine agentur bilwet?

soweit meine ersten fragen,

wenn gewollt und gewünscht frage ich weiter.

beste grüße,

sascha




--On Dienstag, 7. Oktober 2003 0:55 Uhr +0200 brsma <brsma at gmx.net> wrote:

> lili,
>
> anscheinend tut sich hier im augenblick nicht mehr viel, was ich etwas
> schade finde, aber vielleicht sind das einfach die üblichen
> anlaufschwierigkeiten. auch wenn viele von uns vielleicht nicht gerade
> über mangel an beschäftigung klagen müssen (im gegensatz anscheinend zu
> einem paar personen auf der rohpost <SCNR>) fände ich es allerdings
> schön, wenn wir das ganze projekt etwas voranbringen könnten.
>
> nichts gegen email als kommunikationsmedium, aber für manche dinge sind
> m.e. etwas echtzeitigere und interaktivere formen besser geeignet. ich
> persönlich fände es daher recht angenehm, wenn wir (oder zumindest mal
> ein paar von uns) uns mal träfen. vielleicht auch regional verteilt,
> zumal ich davon ausgehe, dass nicht alle die hier mitlesen in berlin
> sitzen (hoffentlich! in dem metier gibt es imho genug inzucht). so liesse
> sich dem kind vielleicht langsam mal etwas mehr leben einhauchen...
>
> wie denkt ihr darüber?
>
> herzliche grüsse
>
> sascha
> --
> // 01 at brsma.de
> // www.brsma.de
> // icq #121790750
> --
> netzmagazin mailing list
> netzmagazin at mikrolisten.de
> https://coredump.buug.de/cgi-bin/mailman/listinfo/netzmagazin



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