[netzmagazin] "brüder, zur sonne... "

brsma brsma at gmx.net
Fre Okt 10 22:29:50 CEST 2003


hallo zusammen,

[ich muss sab wohl wieder aus meinem killfile nehmen. ;) ]

>s> wenn ich mich auch kurz mal vorstellen darf: für die einen ein unangenehmer
>s> unruhestifter, microfaschist, troll bzw. kleinkind, für die anderen seit
>s> langem angenehmer und geschätzter gesprächspartner.

dr. jekyll & mr. hide? (aber schliessen wir diese baustelle hier mal...) ;)

>s> etc. man|frau gründet ne gmbh und versucht durch anzeigen und
>s> dienstleistungen den laden zu finanzieren.

ein modell, von dem ich ganz aus dem bauch heraus annehme, dass es für die wenigsten beteiligten hier ein wünschenswertes darstellt. jedenfalls für mich nicht. und beim stichwort 'kreuzfinanzierung durch dienstleistung' fällt mir als abschreckendes beispiel z.b. das inm/ffm ein.

der vorteil an der gmbh ist natürlich, dass niemand mit seinem privatvermögen haftet.

>s> alternativ könnte ein verein gegründet werden, durch dessen
>s> mitgliedsbeiträge eine kleinredaktion finanziert wird. zumindest die
>s> grössten aufwendungen der redakteurinnen.

was mich persönlich gegen den verein einnimmt, sind die verwaltungsrechtlichen auflagen etc. und groucho marx.

>s> eine andere möglichkeit bietet das modell der genossenschaft. aber auch
>s> hier stellt sich die frage nach den einnahmen. die ausgaben kommen ja "wie
>s> von selbst".

ich hatte ja anfangs schon ein paar ideen in den raum gestellt, wie man unter umständen einnahmen generieren könnte.

>s> Technik
>s> wie armin berichtete, gab es sehr schnell technische hilfangebote. ich
>s> hatte mich in diesem reigen ja angeschlossen und armin auf art.net.dortmund
>s> bzw. den HARTware medien kunstverein in dortmund hingewiesen. wie ist denn
>s> auf diesem gebiet der stand der dinge?

meines wissens nichts neues. an dieser stelle fällt mir z.b. auch noch bootlab ein, wo ja auch ein paar leute hier (sebastian?) zumindest kontakt haben dürften.

>s> wie wird entschieden, welcher beitrag rein kommt, welcher nicht?
>s> kann/könnte indymedia ein vorbild sein?

ich denke, das sollte man von einer generellen zielsetzung des magazins abhängig machen. ich bin dafür, solche dinge erst zu diskutieren, wenn so etwas wie ein *inhaltliches* konzept steht.

>ich fände da ein zentrales treffen besser. so, wie fast jede kleine liste das macht. bis zu viermal im> jahr trifft man sich f2f um die wichtigsten dinge zu besprechen und
>s> anzuleiern, lacht, feiert und und und.

ja. auch. wie geht man in so einem fall z.b. mit reisekosten etc. um? ich stelle es mir zudem nicht übermässig einfach vor, viermal im jahr wirklich alle beteiligten organisatorisch unter einen hut zu bekommen. sowas ist schon z.b. in meiner ateliergemeinschaft ein problem - und das sind gerade mal acht leute, noch dazu in der selben stadt...

aber man kann ja über die elektronische kommunikation (da wären ja neben der liste auch noch irc & co.) hinaus sowohl mit regionalen treffen als auch mit überregionalen treffen arbeiten.

>s> und: sollte nicht schon in der entstehung des neuen mags nach partnerinnen
>s> ausschau gehalten werden? ganz im sinne eines vernetzten magazins?

das würde ich unterstützen.

>s> Zwischenbemerkung (nur zur beruhigung):
>s> ich will und würde nichts für das mag schreiben.

warum nicht?

>s> Inhaltliche Ausrichtung
>s> was ist netzkultur?

eine frage die sich hierbei für mich stellt: ist es unbedingt notwendig, hier eine definitionshoheit herzustellen, oder hält man den diskurs der vielgestaltigkeit der welt wegen lieber einigermassen offen. ich plädiere eindeutig für die zweite variante.

>s> netzwissenschaft (sollte man nicht versuchen reinhold grether mit ins boot
>s> zu holen)

zustimmung.

>s> (cyber)feminismus

von welcher gender-konstruktion gehst du bei diesem begriff aus?

>s> wie würde das neue mag sich zu aktuellen politischen ereignissen verhalten?
>s> werden diese kommentiert?

das würde ich von den ereignissen abhängig machen. ich bin nicht dafür, jeden pups im real existierenden kapitalismus auch noch auf dieser plattform kommentieren zu müssen, es sei denn es gibt einen nachvollziehbaren bezug zur generellen thematik des magazins. was somit auch heisst, dass ich politische bezüge nicht ganz aussen vor lassen möchte.

>oder ist eher daran gedacht, politische theorie
>s> zu entwickeln?

das wäre mir persönlich zu eindimensional. wenn theorie dann, wäre ich für eine weiter gefasste kulturelle ("kultur" als "vom menschen gemachte welt/ordnung/..." verstanden) betrachtungsweise - was politische, ökonomische etc. aspekte meinem verständnis nach mit einschliesst.

ich würde es im übrigen auch vorziehen, das magazin nicht ausschliesslich auf theorie/text zu beschränken. der  begriff des "reflective practitioner" (donald schon) kommt mir dabei in den sinn...

>sollte man in diesem falle nicht leute von der arranca
>s> (berlin), der radikal, der beute (ffm/eingestellt) dazu holen? was ist mit
>s> kmii (kein mensch ist illegal) oder bordercrossing (heath bunting)?

gegen kooperationen hätte ich allerdings nichts einzuwenden, thematischen bezug (s.o.) vorausgesetzt.

>s> ist eher daran gedacht nach traditionellen universitär/wissenschaftlichen
>s> standart vorzugehen oder halten wir uns eher an eine agentur bilwet?

frage meinerseits: was am produktivsten und produziert die spannendsten ergebnisse? muss man sich diesbezüglich überhaupt so streng entscheiden? "homogenität" und "reinheit" halte ich selbst z.b. nicht für wünschenswerte ziele. lieber die komplexität erhöhen, die dabei entstehenden widersprüche nicht in binäre logik pressen und lernen, damit umzugehen. was dennoch weder zu wischiwaschi-inhalten führen muss noch sollte.

herzliche grüsse

sascha
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