[netzmagazin] vorstellen und nachlegen
Armin Medosch
armin at easynet.co.uk
Don Sep 18 20:22:18 CEST 2003
hallo,
als kurze reaktion:
> ich halte ein modell für zumindest diskussionswürdig, dass die
> publikation in einen klassisch redigierten und einen freieren
> bereich trennt, der - wie auch immer - kollaborativ gefiltert wird.
> so könnte man redaktionell betreute 'ausgaben' z.b. mit bestimmten
> schwerpunkten publizieren und gleichzeitig trotzdem interessante
> sachen abseits der redaktionellen kapazitäten (oder der
> schwerpunktthemen etc.) veröffentlichen. oder die redaktionellen
> ausgaben speisen sich samt und sonders aus einem kollaborativ
> gefiltereten pool von beiträgen. oder...
ich denke etwas in der richtung bahnt sich an. interessant ist, dass
gleichzeitig auf rohrpost die diskussion um rss-feeds geht. ich denke
das sollte auf jeden fall ein element sein. zugleich sollte
syndikalisierung von inhalten nicht als rein technische angelegenheit
gesehen werden, vielleicht gibt es eine moeglichkeit zur 'intelligenten
syndikalisierung'
> - wie sieht es momentan mit diversen formen der zweitverwertung aus?
> d.h. wäre es - trotz der derzeitigen marktsituation - vielleicht
> möglich, die artikel für das netzkulturmagazin prinzipiell anderen
> medien (web & print) als zu bezahlende ressource anzubieten?
die meisten medien, ob sie nun klein und arm sind oder gross und
relativ wohlhabend, sind pingelig, was es betrifft, wenn etwas schon
an anderer stelle veroeffentlicht war. Und da 'unser' magazin ja ganz
toll werden und viele leserinnen haben soll, wuerde der erfolg
zugleich die zweitv erwertung erschweren. aber vielleicht waere
etwas in umgekehrter richtung denkbar - was ich oben 'intelligente
syndikalisierung' nenne. viele von uns schreiben artikel fuer andere
zwecke, und oft ist der platz gering (bei zeitungen) oder es gibt eine
bestimmte inhaltliche ausrichtung, die eineingt, oder es ist fuer einen
zweck, der nicht in der public domain ist. in diesen faellen koennten
die schreiberinnen die 'echte' version, also die, die ihnen wirklich am
herzen liegt, dem netzmagazin anbieten. dann gibt es festivals, die
selbst online-magazine machen, auch kataloge, die geschrieben
werden, usw. es ist die frage, das wissen ueber solche dinge zu
haben und die informationen zu poolen, auszuwaehlen und gute
beitraege in das magazin zu holen.
zu den finanzierungsfragen halte ich mich erstmal zurueck.
> wie wäre es z.b. mit einer genossenschaft o.ä. als trägergesellschaft?
eine genossenschaft oder ko-operative halte ich als traegerstruktur
auch fuer interessant. die mitarbeiter muessen in der traegerstruktur
repraesentiert sein, sonst kann sich eines tages ein vorstand oder
irgendeine andere organisationsstruktur selbstaendig machen (siehe
dds amsterdam).
so much for now
gruesse
armin