[netzmagazin] vorstellung der vorstellungen
Martin Brust at gmx.de
M.Brust at gmx.de
Fre Sep 26 18:31:36 CEST 2003
tach liste,
denn will ich auch mal...
34, freier journalist (wirtschaft, digitale themen, politik und kultur -
und wenn gut gezahlt wird derzeit meinetwegen auch probleme des
gartenbaus... ;-) unter anderem für taz, netzeitung (als die noch was
nahmen), M und andere verdi-blätter, freitag, ND und jw, ...),
seltenschreiber auf rohrpost, ffm-basiert, mit "eigenem" non-kommerz
online-mag.
allgemeines interesse ist der eine grund meines hierseins, der andere das
online-mag. das würde sich natürlich über eine riege neuer autoren freuen,
zumal wenn sie gut schreiben. es gibt einen verein als träger, die
finanzierung beschränkt sich bisher auf die kosten für den server und
geschieht über eine party und eigenes geld - vollidealismus also. über geld
von förderern und aus werbung und von sonstwoher haben wir schon
gesprochen, aber ergebnislos, wie manch andere baustelle.
ich glaube, eine redaktionelle überarbeitung in sachen stil und
rechtschreibung usw. könnte von uns verantwortlich und zeitnah geleistet
werden, intensive redakteursarbeit wie armin sie in einer mail beschrieb
(fakten checken etc, also vollwertige redakteursarbeit) eher nicht. das
behaupt zumindest ich, andere aus unserer redaktion widersprechen und
fürchten eine blamage für unser kleines mag, dem vor allem auch mehr
qualitativ annehmbare texte fehlen. oder wollen sich erst noch über die
diskussion informieren. deshalb darf ich hier auch (vorerst?) nicht
konkreter werden und werde wohl vor allem lurken.
hatte auf der digitalistan-liste eine erbitterte diskussion um freie
verfügbarkeit von texten im netz - und sehe als konsequenz auch daraus die
priorität einer finanzierung als hoch an - nur halbwegs vernünftige
bezahlung sichert journalistische qualität, auch im netz. blogs hin,
rss-feeds oder mailinglisten her - nur woher nehmen? oder doch stehlen? ;-)
letztlich glaube ich für ein neues netzmagazin an eine finanzstruktur wie
für mein eigenes angestrebt: ein mix aus ehrenamt, querfinanzierung,
förderung und werbeeinnahmen oder premium-abos. also wenig geld, aber
relativ viel freiheit und hoffentlich darum auch qualität (wobei ich die
v.a. in gut geschriebener und relevanter information sehe. meine meinungen
bilde ich mir gerne selbst und brauche keine name-droppenden anhänger
irgendwelcher schulen oder moden, die mich mit moral, meinung oder allem
beiden vollschwurbeln. trotzdem les ich natürlich manchmal gerne gute
kommentare) alternativ zur mixfinanzierung bleibt eben nur die durch einen
verlag o.ä. der wird dann früher oder später massenkompatibler werden
wollen oder mehr anzeigen haben wollen oder eine neue linie oder oder oder.
wer bestellt, bezahlt - selbst wenn er schlecht bezahlt als TP bezahlt er
dennoch. und darf deshalb aussuchen. alternativ landet man bei einem
verlag, der eben dies ist und nicht in erster linie gewinnorientiert. aber
dann kommt vermutlich kaum mehr geld bei als beim finanzierungsmix mit
verein als träger - aber potenziell eben doch mehr fremdeinwirkung.
über die kommerziellen oder ideologischen bestellungen der bezahler
rumzujammern ist m.e. sinnlos und idR schlechter stil von leuten, deren
angebote eben nicht mehr auf den bestellzetteln landen. (dies ist als
allgemeine aussage zu verstehen und nicht als angriff auf irgendeinen
derjnigen, die hier über die nachlassende qualität von TP geschrieben haben
- die IST natürlich beklagenswert). aber klagen ohne vorstellung von den
ursachen der klagen (das wort, das mit K anfängt aber NICHT mit ommunimus
endet...) oder gar ideen zur veränderung der ursachen sind irgendwie so...
unsexy? ;-)
womit wir unversehens bei der new economy und ihrer wortwahl zur
beurteilung von technik oder aktien angekommen sind. und damit auf einem
niveau, dass dem freitag abend entspricht. zumindest in den hiesigen clubs.
deshalb ende ich denn auch mal fürs erste.
gruß, martin