[rohrpost] Hol die Geiseln aus dem Keller

Tilman Baumgaertel tilman_baumgaertel@csi.com
Thu, 01 Aug 2002 12:46:14 +0200


http://www.zeit.de/2002/32/Kultur/200232_lan-party.html

C O M P U T E R S P I E L E


Hol die Geiseln aus dem Keller

Ein neuer Jugendkult: Auf ihren LAN-Partys k=E4mpfen Computer-Kids in einer
vollst=E4ndig virtuellen Welt

Von Tilman Baumg=E4rtel


Zu DDR-Zeiten war hier ein Stahlwerk, jetzt steht die Backsteinhalle leer,
auf dem verwahrlosten Gel=E4nde rundherum sprie=DFt das Unkraut. Etwa 50 Aut=
os
stehen auf dem ungeteerten Parkplatz. Gelegentlich werden in der alten
Fabrik Technopartys gefeiert. Eine ganz andere Form elektronischer Kultur
hat sich an diesem Wochenende hier eingenistet. Ein junger, schlaksiger Typ
mit blassem Gesicht und weitem T-Shirt tritt aus dem Eingang. Er kneift die
Augen zusammen, blinzelt kurz in die Nachmittagssonne, knetet mit der
linken Hand seinen rechten Unterarm. "=C4=E4=E4h, Tageslicht", sagt er nach
kurzem Nachdenken und geht - ohne sich umzudrehen - r=FCckw=E4rts zur=FCck=
 in die
Halle.

Wir folgen ihm durch die schwarzen Vorh=E4nge, die das Innere abschirmen. Di=
e
riesige Halle wird nur von =FCber 200 Computermonitoren erleuchtet. In Reihe=
n
neben- und hintereinander stehen sie, vor ihnen Menschen mit konzentriertem
Gesichtsausdruck, die meisten von ihnen Jungs um die 20. Der dunkle Raum
erinnert an Platos H=F6hle, blo=DF dass die Gefesselten hier nicht alle die
gleichen Schattenspiele sehen, sondern jeder die Schemen auf dem eigenen
Bildschirm. Und dass die Schemen auf dem Bildschirm von ihnen selbst
gesteuert werden.

Wir sind auf einer LAN-Party mitten in Brandenburg, bei der an diesem
Wochenende drei Tage und N=E4chte lang am Computer gespielt wird - bis zur
totalen Ersch=F6pfung, bis man mit dem Kopf auf der Tastatur f=FCr ein paar
Stunden wegd=E4mmert, um nach dem Aufwachen sofort weiterzuspielen. =DCber 2=
00
Leute sind nach Hennigsdorf zu MagicLAN gekommen. Bis zu zehn solcher LANs
mit Namen wie Leavin' The Reality Behind, Slaughterhouse oder eXtremzocken
gibt es in Deutschland an jedem Wochenende. Zu den wirklich gro=DFen
Computerpartys, meist im Ruhrgebiet oder in S=FCddeutschland, kommen oft =FC=
ber
1000 Spielverr=FCckte, oft bringen sie ihre eigenen Rechner mit und st=F6pse=
ln
sie in das Local Area Network (LAN) ein - das Computernetzwerk, das diesen
Veranstaltungen ihren Namen gibt.

In der Halle in Henningsdorf ist es leise. Kaum h=F6rt man das Summen der
Computerk=FChlungen, schwache Ger=E4usche dringen aus den Kopfh=F6rern, nur
manchmal st=F6hnt einer dieser Burschen, die wirken, als seien sie mit
stierem Blick vor ihren Monitoren festgel=F6tet. Ganz selten br=FCllt einer
laut los und knallt seine Computermaus fest auf den Tisch. Wahrscheinlich
ist er gerade getroffen worden, auch wenn man das nur sehen kann, wenn man
auf seinen Monitor blickt. Denn auf den Bildschirmen erstrecken sich in
endlosen Variationen die digitalen Landschaften des Computerspiels
Counterstrike: maurische W=FCstenschl=F6sser vor imposanter Bergkulisse,
Hinterh=F6fe und Lkw-Garagen in New York, ein postmodernes B=FCrogeb=E4ude, =
eine
Villa mit riesigem Garten in einem amerikanischen Reichenvorort, ein
Anwesen aus naturbelassenen Steinquadern mit holzverkleidetem Swimmingpool
auf der Dachterrasse.

Irgendwo in diesen Geb=E4uden im Computer stehen sie und schlottern: die
Geiseln. Hagere =E4ltere Herren mit Glatze und aufgekn=F6pfter Weste zittern=
 in
ihrem Arbeitszimmer, ein draller Managertyp ist in der Garage neben seinem
Four-Wheel-Drive abgestellt worden, seine Sekret=E4rin ist im Keller
versteckt. Die Computerspieler sind entweder damit besch=E4ftigt, diese
Geiseln zu bewachen oder sie zu befreien. Denn das ist der Sinn von
Counterstrike: Terrorist gegen Counter-Terrorist, R=E4uber gegen Gendarm.

Das Spiel Counterstrike ist in diesem Fr=FChjahr durch die Morde von Erfurt
in die Diskussion geraten. Journalisten und "Medienexperten" erkl=E4rten das
Spiel f=FCr mitverantwortlich f=FCr den Amoklauf des 19-j=E4hrigen Robert
Steinh=E4user. Gespielt haben Counterstrike indes nur wenige der Kritiker,
sonst h=E4tten sie die Verantwortung f=FCr die Morde nicht ausgerechnet bei
diesem Action- Strategiespiel gesucht. Es ist ein Teamspiel, bei dem sich
Mannschaften per Zuruf oder =FCber Kehlkopfmikrofone koordinieren, als w=E4r=
en
sie die GSG9. Blindes Ballern oder Alleing=E4nge helfen niemandem weiter.
Counterstrike ist das avancierteste Computerspiel, das es im Augenblick
gibt. Es verbindet die Eigenschaften von Ego-Shooter-Ballerspielen mit
Teamplay. Das Spiel ist ein kleines Universum auf der Festplatte. Und es
dient nicht nur der Unterhaltung. Es zeigt ganz neue M=F6glichkeiten auf, wi=
e
man den Computer benutzen kann: zur Kooperation und Kommunikation in
dreidimensionalen, digitalen R=E4umen.

Counterstrike ist die Wirklichkeit gewordene Virtuelle Realit=E4t, von der
Anfang der neunziger Jahre in kalifornischen Start-up-Firmen getr=E4umt
wurde. Damals entwickelte eine Reihe von US-Unternehmen riesige
Simulatoren, in denen man mit Datenhandschuh und den head-mounted displays
- klobigen 3-D-Brillen - Spielfiguren durch dreidimensionale Landschaften
man=F6vrieren konnte. Damals waren daf=FCr unvorstellbar schnelle
Spezialcomputer notwendig. In seinem gerade auf Deutsch erschienenen Roman
Schattenflucht beschreibt der amerikanische Schriftsteller Richard Powers
einen dieser Simulatoren: "Dieser Raum war die unglaublichste Leistung
ihrer Zeit, ihre Druckpresse mit beweglichen Lettern, ihre Karracke und
Karavelle, ihr Heuwagen, ihre h=E4ngenden G=E4rten, ihre Basilika. Diese
unauff=E4lligen summenden K=E4sten beherbergten das Fantastischste, das
Gro=DFartigste, das der kollektive Verstand der Menschheit bisher zustande
gebracht hatte. Darin verbarg sich der tiefste Traum, das gr=F6=DFte Tabu,
alles, was die Menschen aus sich zu machen versuchten." Ein kurzer Hype der
Virtual Reality setzte ein, es gab einige Kongresse, immer neue Maschinen
wurden entwickelt. Und dann kam die Frage auf, wof=FCr diese wunderbaren
Ger=E4te denn gut sein sollen. Nach einem Jahr war die Mode vorbei, und das
Internet war das n=E4chste gro=DFe Ding.

Nie zuvor gesehene Welten

Spielen: Das ist die Antwort, die etwa in Henningsdorf auf die Frage nach
dem Sinn von Virtual-Reality-Simulationen gegeben wird. Dort ben=F6tigt
niemand teure Supercomputer mehr, es gen=FCgen handels=FCbliche Rechner aus =
dem
Media Markt mit einer schnellen Grafikkarte. Datenhandschuh und 3-D-Brille
sind durch handels=FCbliche Monitore und Maus ersetzt worden. In
Kinderzimmern und bei LAN-Partys ist das Versprechen der Virtuellen
Realit=E4t von 1990 wahr geworden. Die Spieler haben in ihrem Computer eine
Anwendung gefunden, die sie so fasziniert, dass sie an diesem Wochenende
drei Tage lang nichts anderes tun wollen, als sich durch die digitalen
tableaux vivants, durch diese neue Welt zu jagen - am liebsten durch die
"Level" genannten Spielfelder von Counterstrike.

Counterstrike ist ein Ph=E4nomen auf dem unglaublich schnellen Markt der
Computerspiele. Die meisten Games sind nach einem halben Jahr wieder aus
der Mode. CS, wie seine Anh=E4nger es nennen, tauchte vor drei Jahren im
Internet auf, von zwei Studenten aus dem kommerziellen Spiel Half-Life
entwickelt, die bis heute nur mit ihren Internet-Namen Gooseman
beziehungsweise Min Le und Cliffe bekannt sind. CS war nach einigen Monaten
das beliebteste Computerspiel der Welt, ohne das irgendein Software-Multi
daf=FCr geworben h=E4tte, und ist es bis heute geblieben. Es wird noch immer
mit unverminderter Begeisterung bei LAN-Partys, in Internet-Caf=E9s oder zu
Hause =FCber das Netz gespielt. Und es wird nicht von Firmen wie Atari oder
Nintendo weiterentwickelt, sondern vor allem von seinen Fans.

MFB - "Mit Freude ballern"

Wie das alternative Betriebssystem Linux, an dem ehrenamtlich Programmierer
rund um den Globus arbeiten, stammen auch bei Counterstrike viele der
Levels und Spielfiguren von den Spielern. Manche dieser neuen Szenarios
sind so gro=DF, dass es eine Zeit lang dauert, bis sich die Spieler in ihnen
=FCberhaupt gefunden haben. Und die Levels m=FCssen keineswegs immer nur
naturalistische Forts und B=FCros sein. Auch auf einem dreidimensionalen
Monopoly-Brett oder in Kulissen aus dem Spielberg-Film Jurassic Park kann
man Counterstrike spielen - als Geiseln dienen Dinosaurier.

Was fr=FCheren Generationen Knete, Malkasten oder Balsaholz waren, ist f=FCr
die Generation LAN die game engine des Spiels: ein Medium, mit dem man
kreativ sein und gestalten kann. In diesem Fall gleich eine ganze Welt. Ein
Universum, das nach den eigenen Regeln funktioniert und in dem man seine
eigenen Abenteuer erleben kann. Nebenbei lernt man gleich noch, wie man
hoch komplexe 3-D-Modelling-Programme bedient, die wohl die meisten
deutschen Informatikprofessoren =FCberfordern w=FCrden.

Counterstrike - wie jedes andere Computerspiel auch - ist eine Code
gewordene Allmachtsfantasie. Vielleicht ist es das, was Jungs in einem
gewissen Alter so daran fasziniert, und vielleicht erinnern LAN-Partys
darum auch an die Initiationsriten, bei denen sich die jungen M=E4nner einer
Gemeinschaft f=FCr eine gewisse Zeit zur=FCckziehen, um gemeinsam zu leben.
Counterstrike zeigt eine Welt, die man bew=E4ltigen kann, wenn man sich an
die Regeln h=E4lt. Eine Mauer, die so hoch ist, dass man nicht =FCber sie
hin=FCberspringen kann? Einfach die Space-Taste dr=FCcken. Man schie=DFt imm=
er
daneben? Da hilft der aim bot, ein kleines Zusatzprogramm, das daf=FCr sorgt=
,
dass die Kugeln den Gegner treffen. Aber halt, das ist ein cheat, eine
Mogelei! Und wer dabei erwischt wird, dem wird bei der LAN-Party der
Rechner vor die Hallent=FCr gestellt.

Die Jungs bei der MagicLAN m=F6gen dabei wirken wie Peter Pan und seine
Verlorenen Jungs in ihrem erwachsenenfreien Nimmerland, aber sie lernen
doch, wie man sich als Erwachsener verh=E4lt: wie man sich an Regeln h=E4lt =
und
wie man die zu ver=E4ndern versucht, an die man sich nicht halten will. Sich
Regeln geben, diese Regeln befolgen - darum geht es bei Counterstrike, und
darum geht es auch bei einer LAN-Party. Die Welt von Counterstrike und der
LAN-Party ist eine Welt, die man sich zu Eigen machen und nach seinen
Vorstellungen einrichten kann. Das Design des eigenen Computers ist
langweilig? Dann baut man ihn um, s=E4gt das Logo seines Lieblingsspiel
hinein und legt ihn innen mit leuchtenden Dr=E4hten aus.

Auch wenn man Counterstrike spielen kann, ohne jemals einen Blick auf
dessen Computercode geworfen zu haben - viele der Jungs, die nach
Henningsdorf gekommen sind, haben aus ihrem Hobby einen Beruf gemacht,
studieren Informatik oder arbeiten als Systemadministrator. "Wenn man fr=FCh
genug am Rechner sitzt, ist die Wahrscheinlichkeit gro=DF, dass man es weit
bringt", sagt der 15-j=E4hrige Matthias. Er ist Sch=FCler und hat das Netzwe=
rk
aufgebaut, =FCber das mehr als 200 Spieler gegeneinander antreten - keine
leichte Aufgabe, manche Computerfirma w=FCrde sie =FCberfordern. Seit drei
Tagen ist Matthias mit anderen Mitgliedern seines "Clans" in der
Fabrikhalle, verlegt Kabel, pr=FCft den Datendurchsatz auf den Leitungen,
versteckt Netzwerkknoten unter Heizungsrohren, damit keiner dr=FCber
stolpert. Eine Woche mussten sich die Organisatoren der Veranstaltung
freinehmen, und zum Spielen kommt bei der eigenen LAN-Party kaum jemand.

Matthias geh=F6rt zu dem Clan, der MagicLAN organisiert hat. Ein Clan ist
eine Mannschaft von Spielern, nicht viel anders als ein Tischtennisverein
oder eine Fu=DFballmannschaft - blo=DF dass es bei einem Clan keinen
Jugendwart, kein Vereinsheim und keine Satzung gibt. Die meisten der 40
Mitglieder sind um die 20, Sch=FCler, Auszubildende, Zivildienstleistende,
Studenten in den ersten Semestern. Matthias' Clan hei=DFt "Mit Freude
Ballern" (MFB), ein Name, mit dem man jetzt, nach Erfurt, nicht mehr ganz
gl=FCcklich ist. Clan-Mitglieder, die ihre Sweatshirts mit dem Namen und dem
Clublogo bedruckt haben, wurden in der Schule von ihren Lehrern nach Hause
geschickt.

Dabei sind alle gegen Gewalt und =FCberzeugt, dass Counterstrike nicht f=FCr
"Gewaltbereitschaft" verantwortlich sei, im Gegenteil: "In jeder Disco und
bei jedem Fu=DFballspiel gibt es mehr Schl=E4gereien als bei einer LAN-Party=
",
sagt der 20-j=E4hrige Dennis, der ebenfalls Mitglied von MFB ist. "Das
Schlimmste, was hier passiert, ist eine Rempelei, wenn einer dem Computer
eines anderen zu nahe kommt. Und manchmal schreien sich die Leute aus Frust
an, wenn sie verloren haben." Seinen Nachnamen will er wie die anderen
nicht nennen - zu sehr misstrauen die Gamer inzwischen "den Medien", die so
negativ =FCber ihr Hobby berichtet haben. "Diese Artikel =FCber Counterstrik=
e
waren ein Schlag vor den Kopf f=FCr alle, die guten Journalismus lieben",
sagt der 21-j=E4hrige Marcel. "Sogar in der FAZ standen Artikel, die das
Niveau der Bild-Zeitung hatten. Die Community hat in den Medien noch nie im
rechten Licht gestanden. Aber das schwei=DFt sie nur enger zusammen." F=FCr =
die
Opfer von Erfurt haben sie trotzdem eine Schweigeminute eingelegt.

Der Amoklauf von Robert Steinh=E4user hat sie die Sponsoren gekostet: Firmen
wie McDonald's oder Pro Markt, die schon zugesagt hatten, die Preise zu
sponsern, haben sich zur=FCckgezogen. Statt Software oder Computerzubeh=F6r
gibt es nun wie beim Sch=FCtzenfest zwei Blechpokale zu gewinnen. Ansonsten
hoffen die Mitglieder von MFB, dass sie bei der Veranstaltung keine
Schulden machen. Denn wie die meisten LAN-Partys ist MagicLAN keine
kommerzielle Veranstaltung, sondern wird von Idealismus getragen.

Im =DCbrigen, so schl=E4gt Dennis vor, sollte man eine LAN-Party als eine Ar=
t
Sportveranstaltung betrachten. Die 15-min=FCtigen Spiele, in denen ein Clan
gegen den anderen antritt, sind in der Tat organisiert wie ein
Fu=DFball-Turnier. Die Ergebnisse werden der World Wide Championship of LAN
Gaming (WWCL) mitgeteilt, wo eine Art Bundesligatabelle der besten Clans in
Computerspieldisziplinen wie Counterstrike, Quake3 oder Unreal gef=FChrt
wird. Und wie bei anderen Athleten gilt auch bei den "E-Sportlern": "Keine
Macht den Drogen!" Denn Alkohol oder Grass senken die
Reaktionsgeschwindigkeit herab. Sagen die Gamer wenigstens, wenn man sie
fragt. In einigen dunklen Ecken der Halle h=E4ngt jedoch ein leichter
Marihuanageruch.

Kein Spiel f=FCr Kinder

Eigentlich k=F6nnte man die Turniere auch =FCber das Internet austragen, doc=
h
vielen Spielern ist es wichtig, sich pers=F6nlich kennen zu lernen. Gern wir=
d
behauptet, ihr Sport treibe sie in die Vereinzelung, dabei f=FChrt er sie
zusammen. Um herauszufinden, was f=FCr Menschen sich hinter Tarnnamen wie
Terror, R2D2, Digger oder Psycho verbergen, kommen sie zu den LAN-Partys.
"Wegen dem Datenaustausch" sagt der 19-j=E4hrige Mirko, wenn man ihn fragt,
warum er nach Henningsdorf gekommen ist. Die "Daten" - das sind die
Adressen und Handynummern der neuen Freunde, die er in den letzten Tagen
kennen gelernt hat. Doch obwohl viele Mitglieder der Spielerszene immer
wieder den sportlichen Charakter und die Harmlosigkeit von Spielen wie
Counterstrike betonen - mitspielen l=E4sst der MFB-Clan nicht jeden. Weil
Counterstrike erst ab 16 freigegeben ist, muss jeder Besucher sein Alter
mit dem Personalausweis beweisen; Spieler, die noch nicht vollj=E4hrig sind,
m=FCssen sogar eine unterschriebene Einverst=E4ndniserkl=E4rung ihrer Eltern
vorzeigen.

Dass Computerspiele mit Altersbeschr=E4nkungen versehen werden, findet der
MFB-Clan in Ordnung. "Ich bin dagegen, dass Kinder Counterstrike spielen",
sagt Dennis. "Es ist zu gewaltt=E4tig und zu schnell." Zu schnell? "Ja, wenn
man so ein Spiel lange spielt, entwickelt man eine
Reaktionsgeschwindigkeit, mit der man im Alltag =FCberhaupt nicht mehr
funktionieren kann. Das ver=E4ndert die Art, wie man die Realit=E4t wahrnimm=
t.
Die Schule kommt einem dann vor wie in Zeitlupe", erkl=E4rt sein Freund
Christian. Wenn das Studium es verlangt, w=FCrde er darum das Spielen stark
reduzieren oder ganz einstellen. "Mir f=E4llt es nicht schwer, eine Zeit lan=
g
auf Counterstrike zu verzichten", sagt auch Dennis. "Man muss zwar
regelm=E4=DFig trainieren, wenn man richtig gut sein will. Aber wir machen d=
as
vor allem aus Spa=DF an der Freude. Eigentlich tun mir Leute, die nur vor de=
m
Computer sitzen und spielen, ein bisschen leid."



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