[rohrpost] GPL-unklarheit, WAR: Creative Common Misunderstanding

martin rumori lists at rumori.de
Sam Okt 14 12:57:20 CEST 2006


danke, florian, für den sehr anregenden text!

eine unklarheit, die mir die gpl-experten auf dieser liste vielleicht
ausräumen können:

On Mon, Oct 09, 2006 at 11:36:57PM +0200, Florian Cramer wrote:
> The GNU copyleft works on the premise that modifications are also
> contributions. If, for example, a company like IBM choses to modify
> the Linux kernel to run on its own servers, the GNU license forces
> it to give back the added code to the development community. And the

ich finde im gpl-text keinen hinweis, daß die bloße modifikation einer
gpl-codebase (gpl abschnitt 2) bereits zur veröffentlichung zwingt,
also zur rückgabe der veränderung an die community.  nach meinem
bisherigen verständnis hängt die herausgabe des sourcecodes einer
veränderung immer erst an der verbreitung des binärcodes (gpl
abschnitt 3).  wenn ich also auf meinem rechner von mir veränderte
gpl-software laufen habe, ist das mein privatvergnügen.  die
änderungen muß ich erst weitergeben, wenn ich auch die
lauffähige/binäre version weitergebe.  ist das soweit richtig?

insofern dürfte ibm firmen-intern einen modifizierten linux-kern
verwenden, ohne die veränderungen zugänglich zu machen, wenn der kern
in binärform auch nicht die firma verläßt.  das ist natürlich kein
widerspruch zu florians textabschnitt, da er vermutlich die von ibm
verkauften server (mit weitergegebenem modifiziertem linux-kernel)
meint.  ich wurde nur durch diesen abschnitt wieder auf diese
unklarheit aufmerksam.

kennt sich jemand aus?

grüße,

m