[rohrpost] JUDITH STERN @ nogallery

hollyandgolly info at popfeminism.de
Die Apr 14 09:39:45 CEST 2009


Herzliche Einladung :

DOENER DIMENSION

Judith Stern

Eröffnung: Freitag, den 17. April 2009 um 20 Uhr, nogallery


Ausstellung: 18. ­ 26. April 2009

Die Lichtbildinstallation ist täglich von 20 ­ 22 Uhr von aussen sichtbar


For more information, please contact no gallery

nogallery
Adalbertstr. 4  10999 Berlin
 
Di-Fr 18-20 Uhr, Sa-So 16-20 Uhr
und nach Vereinbarung 0176-625 842 52

nogallery befindet sich im 'Zentrum-Kreuzberg'
Balkon, 1. Etage, Zugang über Aussentreppe bei Nr. 96
U-Kottbusser Tor / Linie: U1, U8 / Bus: 140

www.nogallery-berlin.de



In der nogallery eröffnet die Döner Dimension.
Die Fotografin und Videokünstlerin Judith Stern (*1968) zeigt eine
raumerobernde
Diainszenierung, ein Lichtspiel im Dönerquadranten.

Judith Sterns fotografische Arbeit erstreckt sich inhaltlich über
verschiedene Felder.
Ihre Auseinandersetzung mit der Zeit, Erinnerung, sowie der Welt als
Gegenstand und
Abbild zeigt sich als verbindende Rahmenkonstruktion und schafft damit
fotografische
Denkräume.

Es mag zwar sein, dass die wohl vertrauten materiellen Gegenstände nicht
schon alles
Wirkliche ausmachen, was es gibt, doch als Beispiele sind sie vortrefflich.
Blumen,
Döner, Galaxien und Faltungen offenbaren sich in den Arbeiten von Judith
Stern zu
vieldeutigen Reflexionsobjektiven.

Man verspräche nicht zuviel, würde man Judith Sterns Kunst verführerisch
nennen.
Nicht weil ihre Kunst dem Publikum den Kopf verdreht, sondern einfach
deshalb, weil
Judith Stern ihren Arbeiten eine verführerische Alternative beimischt.
Nicht irgendein
Geschmacksverstärker ist diese eigentlich illegitime Zutat, sondern ein
Hinweis zur
Realität. Ebenso die Vermischung von expressiv-figurativ mit
formal-abstrakten
Elementen, Sie beschreibt damit auch die Anspielung und Verweise auf die
Hoch- und
Subkultur, respektive der Stil- und Formensprache der Klassischen Moderne,
des
Comics und des Karatefilms.

Wenn Judith Stern in den phantastisch wuchernden, oftmals bizarren und
manchmal
auch absurden fotografischen Ordnungen über die Präsentationen und
Darstellbarkeit
von Dingen nachdenkt, so zielt dieses Nachdenken nicht auf das Naturtreue
ab. Gerade
durch die Überbetonung der ästhetisch-stilistischen Mittel richtet sich
Judith Stern
ausdrücklich gegen jenes Perfidewerden in der Kunst, als das Roland Barthes
auch als
den "Effekt des Realen" einer objektivierenden Darstellung beschreibt.