[rohrpost] [wechselstrom] "Viele sind kalt, wenige sind gefroren" - Lesung Lisa Spalt - sa, 13. juni 2026, 20:00 Uhr - Galerie wechselstrom
christoph theiler
christoph at wechsel-strom.net
Do Jun 11 18:16:28 CEST 2026
===================
Herzliche Einladung
===================
Lisa Spalt: "Viele sind kalt, wenige sind gefroren"
Lesung aus: "Das verwirrte Tier"
sa, 13. juni 2026, 20:00 Uhr
galerie wechselstrom
Grundsteingasse 44
1160 Wien
Ausstellung
Schuss - Gegenschuss
Fotographien von Otto Saxinger
Doppelportraitserie 2010-2026
im Rahmen von
"Grundstein 1/26 - keep on walking"
ausstellungsdauer 03. - 13. juni 2026
öffnungszeiten: mi.- sa. 16 - 20 h
finissage: sa. 13. juni 2026, ab 16 h
galerie wechselstrom
Grundsteingasse 44
1160 Wien
**********************************************************************************************
Drei fühllose, ständig gelangweilte Psychopathen; ein surrealer Chor von
Gottesanbeterinnen
in einem Terrarium, deren Leben von den Psychopathen für ein
unterhaltendes Theaterstück
gehalten wird; ein bedrohliches Rudel Kojotis, die gesichert deren
Traum, eventuell
aber auch nur ein Gerücht sind, sowie eine "poetische Intelligenz", die
das Leben der
Tiere organisiert, über Schmerzen schwadroniert, aber keine kennt:
In diesem Setting bleibt den Insekten eine einzige Hoffnung: eines Tages
durch die
Vollendung eines großen Werks hinter die Scheiben zu gelangen, dorthin,
wo die
Psychopathen leben.
Dort lockt Eden, dort erklingen anstelle der Deko-Objekte die Glocken
echter Birnen,
dort singen Vögel, dorthin wollen die Gottesanbeterinnen – und dafür
wollen sie so
unerbittlich werden wie die Psychopathen selbst. Unterschiedlichste
Konzepte von
Automatik und Automatenartigkeit werden thematisiert, darunter Instinkt,
automatisches
und regelgeleitetes Schreiben, Psychopathie und künstliche Intelligenz …
„Ich" allerdings
entdeckt etwas, das es Bewegung nennt. Es entdeckt Wonnen und die
Neigung – lang vergessene
Konzepte; und es entdeckt die unbemerkte, vergebliche, verbotene Geste,
die ihm zum Lebensinhalt wird.
***********************************************************************************************
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
„Schuss – Gegenschuss“ kommt aus dem filmischen Kontext und
bedeutet die typische Kameraeinstellung in einer Dialogszene.
Personen, die im sozialen Umfeld des Künstlers eine wesentliche
Rolle spielen, wurden eingeladen, gemeinsam ein Selbstportrait
zu machen. Dabei wird die Belichtungszeit der Selbstportraits
auf fünf Sekunden ausgedehnt – einerseits, um den Akt des
Fotografierens bewusster zu erfahren, und andererseits, um das
Standbild quasi auf ein filmisches Bild „auszudehnen“ –
auch eine Reminiszenz an die Anfänge der Fotografie, als
Portraits nur mit sehr langer Belichtungszeit möglich waren.
Dabei entstehen immer zwei Portraits, wobei der Fotograf
in das Lebensumfeld des Modells eindringt und sich selbst
inszeniert - ein sozialer Dialog.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
www.wechsel-strom.net
mit freundlicher Unterstützung:
Stadt Wien - Kultur
Ottakring - Kultur
Mehr Informationen über die Mailingliste rohrpost