[rohrpost] Daniels: Kunst als Sendung. 2002 [+ Website]

Inke Arns inke@snafu.de
Fri, 18 Oct 2002 01:47:53 +0200


[Ganz frisch aus der Druckerei, plus eine spannende und und sehr 
materialreiche Website ... Gruss, Inke]

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http://www.hgb-leipzig.de/daniels/
http://www.medienkunstnetz.de/daniels

Dieter Daniels :: Kunst als Sendung :: 2002 :: 315 Seiten :: 26 Abb. :: 
Klappenbroschur :: 28 =80 [D] :: sFr 47,10 :: 28,80 =80 [A] :: ISBN 3-406-
49509-5

Dieses Buch pr=E4sentiert in einem historischen =DCberblick die intensiven=
 
Wechselwirkungen zwischen Kunst- und Mediengeschichte von der 
Franz=F6sischen Revolution bis heute. Es belegt in anschaulicher Schilderu=
ng 
und mit zahlreichen Beispielen die Bedeutung k=FCnstlerischer Utopie und 
Praxis f=FCr die technische Medienentwicklung =96 von der Telegrafie und d=
er 
Fotografie =FCber Funk und Radio bis hin zu Fernsehen und Internet.

Auslieferungstermin :: 15. Oktober 2002


Materialien zum Buch

All diejenigen, die auf der Suche nach weiterem Hintergrundmaterial zu 
dem in Buch behandelten Themen sind, finden nachfolgend eine 
umfangreiche Sammlung zu nahezu allen Themen des Buches in Bild, Text 
und Ton. Der Zugang zu diesen Materialen erfolgt entweder =FCber ein 
Sach- oder Namensregister oder direkt =FCber die einzelnen Kapitel bzw. 
Seitenzahlen. Selbstverst=E4ndlich haben Sie auch die M=F6glichkeit zu fre=
ien 
Suche. 

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Summaries

Erster Teil :: Erstes Kapitel :: Bilder und Signale
Anhand von drei Fallstudien untersucht dieses Kapitel verschiedene 
Bez=FCge zwischen der Geschichte der Malerei und den Anf=E4ngen der 
Nachrichtentechnik: 1. die parallele Entstehung des =F6ffentlichen Museums=
 
in Gestalt des Louvre und der Telemedien in Gestalt der optischen 
Telegrafie, die beide f=FCr gesellschaftliche Utopien im Kontext der 
Franz=F6sischen Revolution stehen, 2. wie die beiden Maler Morse und 
Daguerre zu Medienerfindern werden und dabei ihren ganz pers=F6nlichen, 
k=FCnstlerischen Motiven treu bleiben; 3. ein Historienbild von Manet, das=
 
zeitgleich mit dem Beginn der transatlantischen Telegrafie entsteht, als 
Beispiel f=FCr die Konkurrenz von Medien und Malerei. Die heute durch 
Fernsehen und Internet selbstverst=E4ndliche Synthese von Bildtechniken 
und Telemedien wird somit einer archeologischen Quellensuche 
unterzogen. Diese macht in den ersten beiden F=E4llen ganz unterschiedlich=
e 
Faktoren der Technikgenese deutlich, die von politischen Umw=E4lzungen 
bis zu pers=F6nlichen und k=FCnstlerischen Fragestellungen reichen. Am 
Beispiel Manets zeigt sich sodann die Wechselwirkung zwischen Kunst 
und Medien mit ihren Auswirkungen f=FCr das Geschichts- und Weltbild.

Erster Teil :: Zweites Kapitel :: Fiction und Science
Gegen=FCberstellungen dichterischer und k=FCnstlerischer Zukunftsvisionen =
mit 
den entsprechenden technischen Entwicklungen der Jahre 1870 bis 1880 
sollen die Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Bereichen aufzeigen. 
Die Sprachwiedergabe des Phonographen von Thomas Edison wird in 
einem ihm gewidmeten Roman von Villiers de l'Isle-Adam fortgef=FChrt bis 
zur k=FCnstlichen Intelligenz. Erst damit wird die Reichweite dieser Erfin=
dung 
erahnbar. Die ersten Entw=FCrfe zu einer Television von Paul Nipkow und 
anderen werden in den Karikaturen Albert Robidas bereits in ihrer 
vielf=E4ltigen kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung als zuk=FCnftig-
allt=E4gliches Medium vorgef=FChrt. In beiden F=E4llen gehen die k=FCnstle=
rischen 
Visionen weit =FCber den Stand der Technik hinaus und bilden damit 
zugleich Anregung und utopistische Motivation f=FCr deren 
Weiterentwicklung. Bis heute besitzt Science Fiction eine solche 
inspirierende Rolle f=FCr die faktische Medienentwicklung. Beispielsweise 
wird der Begriff "Cyberspace" von dem Science-Fiction-Autor William 
Gibson gepr=E4gt.

Erster Teil :: Drittes Kapitel :: Prophezeiung und Poesie der drahtlosen 
Welt
Wurden bisher zumeist die direkten Verbindungen und Analogien 
zwischen Medien und K=FCnsten untersucht, so geht es im Folgenden um 
die Beziehung zweier Felder, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam 
haben: die technische Vorgeschichte des Rundfunks und die Avantgarde 
zur Zeit des Kubismus und Futurismus. Erneut best=E4tigt sich dabei die 
bereits im Falle Villiers' und Edisons erkennbare Einteilung: In den USA 
entsteht die Medientechnik, und aus Europa stammt die Reflektion ihrer 
Wirkungen. In der Zusammenschau lassen beide Felder eine Antizipation 
der zuk=FCnftigen pr=E4genden Rolle audiovisueller und elektronischer 
Massenmedien f=FCr die Kultur erkennen. Eine zentrale Bedeutung kommt 
dabei dem Ph=E4nomen der Simultaneit=E4t zu.

Erster Teil :: Viertes Kapitel :: H=F6rer und Sender
Im Unterschied zu den vorangegangenen Kapiteln konzentriert sich das 
folgende auf die Medienentwicklung und wagt einige neue Thesen zur 
Entstehung des Radios sowie einen Ausblick auf die elektronische 
Vernetzung. Erst vor diesem Hintergrund werden im zweiten Teil des 
Buchs auch die entsprechenden Bez=FCge zur Kunst verdeutlicht, die dann 
jedoch weit =FCber eine blo=DFe Analogie oder Parallele hinausreichen.

Zweiter Teil :: Medien, Masse und Moderne
Hier beginnt eine zweite Reise durch die teils schon durchquerten Felder 
der Interferenz von K=FCnsten und Medien, doch mit einem anderen 
Programm und in anderer Gesellschaft. Anstelle der bisher dargestellten 
Praxis von Kunstwerken und Medieninventionen soll nun die Theorie dazu 
im Vordergrund stehen. Dem Programm von Thesen statt Taten entspricht 
die neue Reisebegleitung von Geisteswissenschaftlern und 
Kunsttheoretikern, sowie Zeugnissen zum Selbstverst=E4ndnis der K=FCnstler=
. 
Alle haben sich unter dem Zeichen versammelt, das mit grossen Lettern 
"Die Moderne" verk=FCndet, ohne das klar ist, ob es sich um ein Ortsschild=
 
oder einen Wegweiser handelt. Im Verlauf der Reise soll deutlich werden, 
wie von Baudelaire =FCber Benjamin bis Adorno sich dieser Begriff der 
Moderne implizit oder explizit auf die Wirkung der Medien bezieht.




Inke Arns
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