[rohrpost] INTERNATIONALER KONGRESS: BORIS GROYS: POST-COMMUNIST CONDITION - KUNST UND KULTUR NACH DEM ENDE DES OSTBLOCKS

Dr. Nicole Ruchlak ruchlak at zkm.de
Fre Mai 7 16:31:43 CEST 2004


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INTERNATIONALER KONGRESS 10.6. - 12.6.2004

THE POST-COMMUNIST CONDITION

KUNST UND KULTUR NACH DEM ENDE DES OSTBLOCKS

Das Moskau

Karl-Marx-Allee 34

Berlin - Mitte

Weitere Informationen und Anmeldung unter (spätestens bis 31. Mai 2004):

www.postcommunist.de

kongress at postcommunist.de

Der heutige Zustand Osteuropas wird gewöhnlich als Übergang vom realen
Sozialismus zum Kapitalismus westlicher Prägung beschrieben. Wie kann
man diesen Übergang interpretieren? Als eine verspätete Fortführung der
bürgerlichen Revolutionen des 19. Jahrhunderts? Als Konterrevolution,
die die Länder, die einmal den Kapitalismus überwanden, wieder in
kapitalistische Verhältnisse rückversetzt? Die Antwort auf diese Fragen
hängt im Wesentlichen davon ab, wie der Sozialismus osteuropäischer
Prägung eingeschätzt wird: War er die Fortführung der traditionellen,
halb-feudalistischen Verhältnisse unter einer nur äußerlich
sozialistischen Form oder handelte es sich um einen authentischen
Versuch, den Sozialismus zu verwirklichen, der aus dem einen oder
anderen Grund gescheitert ist? Sowohl die osteuropäischen wie auch die
westlichen Intellektuellen geben abhängig von diesen entgegen gesetzten
Einschätzungen voneinander verschiedene Urteile ab. Auf jeden Fall lässt
sich feststellen, dass der Untergang des realen Sozialismus eine
Isolation beendet hat, in der sich die osteuropäischen Länder
jahrzehntelang befanden. Die Länder gerieten in den Sog der
Globalisierung, nachdem der Kommunismus ihnen lange Zeit sein Ideal der
Internationale entgegengehalten hatte. Die Globalisierung bedeutet für
Künstler und Intellektuelle aus dem Osten eine Chance, die Welt besser
kennen zu lernen. Aber auch die westlichen Künstler und Intellektuellen
können die kulturellen Prozesse in den osteuropäischen Ländern nicht
mehr - wie zur Zeit des Kalten Krieges geschehen - ignorieren. Der
Kongress möchte Künstlern und Intellektuellen aus Ost und West die
Möglichkeit geben, die kulturelle Lage nach dem Ende des Kalten Krieges
in Präsentationen, Vorträgen und Diskussionen bekannt zu machen und
kennen zu lernen.
Als Referenten werden unter anderen Chantal Mouffe (London), Slavoj
Zizek (Ljubljana), Mikhail Berg (St. Petersburg), Ekaterina Degot
(Moskau), Svetlana Boym (Cambridge), Viktor Jerofejew (Moskau) und Ingo
Schulze (Berlin), Boris Kagarlitsky (Moskau) und Igor Smirnov (Konstanz)
teilnehmen.
Der Kongress findet im Rahmen des Forschungsprojekts „The Post-Communist
Condition“ statt, das von der Kulturstiftung des Bundes finanziert wird
und am ZKM Karlsruhe situiert ist.


REFERENTEN:

MIKHAIL BERG
ELIOT BORENSTEIN
SVETLANA BOYM
BORIS BUDEN
ROGER CONOVER
EKATARINA DEGOT
BRANISLAV DIMITRIJEVIC
IVAYLO DITCHEV
ALESS ERJAVEC
ANDREY FOMENKO
BORIS GROYS
CARL HEGEMANN
MIKHAIL IAMPOLSKI
VALERIA IBRAEVA
AUGUSTIN IOAN
VIKTOR JEROFEJEW
BORIS KAGARLITSKI
DRAGAN KUJUNDZIC
IVA KUYUMDZHIEVA
BOYAN MANCHEV
OLGA MATICH
CHANTAL MOUFFE
MIKHAIL RYKLIN
INGO SCHULZE
IGOR SMIRNOV
IGOR ZABEL
SLAVOJ ZIZEK
u.a.


Ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes in Kooperation mit
dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe.



PROGRAMM:


DONNERSTAG, 10. JUNI 2004

9.45 - 10.00  Begrüßung:
Peter Weibel (Vorstand ZKM Karlsruhe)
Anne von der Heiden (Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Projekts
„The Post-Communist Condition“


KUNST IM POSTKOMMUNISMUS

10.00 - 11.00 Igor Zabel:
Intimacy and Society. Post-Communist or Eastern Art?

11.00 - 12.00 Petya Kabakchieva / Iva Kuyumdhzieva:
Bulgarian Artist in Post-Communist Society / 1986-2003

12.00 - 12.15 Kaffeepause

12.15 - 13.15 Valeria Ibraeva:
Kazakh Art as a Political Project

13.15 - 14.30 Mittagspause

14.30 - 15.30 Andrey Fomenko:
Zwischen Alltag und Avantgarde

15.30 - 16.30 Aless Erjavec:
The East, the West and the South

16.30 - 16.45 Kaffeepause


ABENDVERANSTALTUNG

KUNST UND KONSUM IN OSTEUROPA

17.00 - 17.15 Hortensia Völckers (Künstlerische Direktorin der
Kulturstiftung des Bundes):
Grußwort

17.15 - 18.00 Boris Groys (Leiter des Projekts „The Post-Communist
Condition“):
The Post-Communist Condition.

18.00 - 18.45 Branislav Dimitrijevic:
Consumer Socialism: Culture and Processes of Transition in Tito’s
Yugoslavia

18.45 - 19.30 Ekaterina Degot:
Humanisation of Art in a Postcommunist Perspective



FREITAG, 11. JUNI 2004


LITERATUR UND FILM - POSTKOMMUNISTISCHE VISIONEN

10.00 - 11.00 Olga Matich:
Edward Limonov: Making Love and War

11.00 - 12.00 Eliot Borenstein:
Trickle-Down Fascism: The Domestication of Conspiratorial Narrative
after 1991

12.00 - 12.30 Kaffeepause

12.30 - 13.30 Mikhail Berg:
Communistic Utopia: Life after Death

13.30 - 14.45 Mittagspause

14.45 - 15.45 Igor Smirnov:
Zeit der Re-aktion

15.45 - 16.45 Mikhail Iampolski:
Beyond Historicity


16.45 - 17.15 Kaffeepause


ABENDVERANSTALTUNG

LITERATUR UND THEATER

17.15 - 17.45 Ingo Schulze:
Die Suche nach der verlorenen Sprache - eine Spekulation

17.45 - 18.15 Carl Hegemann:
Ohne Glauben Leben. Das OST-Theater in der Berliner Volksbühne

18.15 - 18.45 Boyan Manchev:
The Total Body of Pleasure. Postcommunist Hedonism

18.45 - 19.15 Victor Jerofejew:
Post-Communist Moral Crisis in Russia



SAMSTAG, 12. JUNI 2004


KULTUR, MACHT, POLITIK

10.00 - 11.00 Boris Buden:
In the Shoes of Communism

11.00 - 11.15 Kaffeepause

11.15 - 12.15 Dragan Kujundzic:
(V)Empire and the Specters of Marx

12.15 - 13.30 Mittagspause

13.30 - 14.30 Mikhail Ryklin:
Die Reise nach Westen. Intellektuelle Rekontextualisierungen der
kommunistischen Erfahrungen

14.30 - 15.30 Boris Kagarlitsky:
Renewal of the Russian Left?

15.30 - 16.00 Kaffeepause


ABENDVERANSTALTUNG

16.00 - 17.00 Svetlana Boym:
Paradoxes of Freedom in Post-Communist Era

17.00 - 18.00 Chantal Mouffe:
Bipolar World Order has ended. What comes after?

18.00 - 19.00 Slavoj Zizek:
PROLEGOMENA. Zu einer Theorie der Kolkhoz-Musicals






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Pressearbeit / Public Relation
Forschungsprojekt
The Post-Communist Condition
089 - 747 19 737
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