[rohrpost] Rapunzel reißt sich die Haare aus

Boris Nitzsche Nitzsche at literaturwerkstatt.org
Fre Okt 26 11:38:46 CEST 2007


Am 29.2.2008 kommt das zeitgenössische Musiktheater "Rapunzelmonolog" im Kesselhaus Berlin zur Uraufführung. Das Werk beruht auf einer Erzählung von Silke Andrea Schuemmer, das die psychische Störung Trichophagie thematisiert. Trichophagie-Patienten reißen sich die Haare aus und schlucken sie herunter. 
"Mich hat diese Überblendung von Außen und Innen interessiert. Die Betroffenen verzehren sich selbst, ihren eigenen Körper, sie fressen sich im Grunde selbst auf. Im Körper bildet sich eine Art Strick aus den unverdauten Haaren, was tödlich sein kann. Sie drehen sich quasi ihren eigenen Strick, aber nicht um sich daran aufzuhängen, sondern dieser Strick ist im Körper selbst. Dazu kommen noch diese kulturellen Hintergründe, die Mythen um das Thema Haare, das Märchen Rapunzel. Ich habe dann über ein halbes Jahr an einer Perspektive gesucht, denn ich wollte keine Krankheitsgeschichte schreiben, ich wollte kein ewiges Lamentieren. Letztendlich habe ich mich dann für einen inneren Monolog entschieden, der aus einzelnen Szenen besteht", so Schuemmer. 

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"Rapunzelmonolog. Zeitgenössisches Musiktheater" ist eine Koproduktion der Rapunzel GbR, der Zeitgenössischen Oper Berlin, der consense GmbH und der Literaturwerkstatt Berlin. Gefördert durch: "Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten". 

 
 
Boris Nitzsche
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